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Waldbühne verteidigt Titel als Publikumsmagnet

Detmold. Die Bilanz der Waldbühne am Hermannsdenkmal kann sich auch nach dieser Saison sehen lassen. Mehr als 10.400 Besucher sind von Anfang Juli bis Ende August gezählt worden. Auch wenn der Rekord vom Vorjahr nicht ganz geknackt wurde, bringt das Ergebnis einer Gästebefragung alle Beteiligten beim Landesverband zum Strahlen. Der Grund: Nahezu alle Befragten würden das Mondscheinkino weiterempfehlen und auch wiederkommen - das sind Zahlen, die sich jedes Unternehmen nur wünschen kann. Das Kulturprogramm habe von Gothic-Musikfestival über ein ansprechendes Kinofilmangebot bis hin zur Comedyshow erneut viel Abwechslung geboten.

Seit nunmehr 15 Jahren gibt es das Mondscheinkino an der Waldbühne. "Bäume, Sternenhimmel und das Hermannsdenkmal als Kulisse, waren auch in diesem Jahr für mehr als 9000 Kinofans ein Höhepunkt des Sommers", heißt es in der Bilanz vom Landesverband. Vom 6. bis zum 23. Juli waren insgesamt 18 Filmabende angesetzt worden, eins weniger als noch im Vorjahr. "Bei einer Vorführung hat dann das Wetter leider nicht mitgespielt, dabei hatten wir in vergangenen Jahren schon mutige Zuschauerinnen und Zuschauer gesehen, die mit Regenschirmen, dicken Wolldecken und heißen Getränken dem ungemütlichen Wetter getrotzt haben", resümiert Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast. Diesmal sei allerdings eine schwere Gewitterfront aufgezogen, sodass das Organisationsteam die Aufführung schweren Herzens kurzfristig hatte absagen müssen. Die Sicherheit aller Beteiligten gehe vor.

Genau 9.191 Besucherinnen und Besucher wurden beim Mondscheinkino begrüßt. Im Jahr davor waren es 10.179 Kinofans - allerdings dann mit zwei Terminen mehr. "Ein großer Erfolg, der für das Veranstaltungskonzept spricht", wird Düning-Gast weiter zitiert. Ein besonderer Höhepunkt sei der Film "Der Nachname" von Regisseur Sönke Wortmann gewesen. Die Vorführung sei innerhalb weniger Tage ausverkauft gewesen und wurde daher als krönender Abschluss der Saison beim Zusatztermin am 23. Juli noch einmal gezeigt.

Von düster bis kunterbunt: Vielseitiges Programm zieht an

Eröffnet wurde die Waldbühnensaison am 1. Juli übrigens erneut mit dem Owls'n'Bats Musikfestival. Die eintägige Veranstaltung am Fuße des Hermannsdenkmals zog vor allem Fans der düsteren Klänge in ihren Bann. Knapp 400 Partygäste feierten zur Musik der Newcomer-Bands Delta Komplex oder Je T'Aime. Aber auch die Bielefelder Gothrock-Band Reptyle, Saigon Blue Rain, Bedless Bones und die Band Golden Apes, die ebenfalls einen neuen Song präsentierte, waren mit von der Partie. Nach dem offiziellen Ende um Mitternacht sei zudem auf der Aftershowparty die Nacht zum Tag gemacht worden. Den Rausputz für diese Saison gab es am 26. August erneut mit dem "Kölner Waschsalon" Nightwash auf der Bühne - Stand-up-Comedy vom Feinsten. Ben Schafmeister, der Moderator des Abends, habe vier weitere Comedians im Schlepptau gehabt. Vor allem schwarzer Humor und Sarkasmus hätten dabei auf der Tagesordnung gestanden. Für den Landesverband steht fest: "Die Veranstaltung Nightwash Live ist bereits zu einem festen Bestandteil des Waldbühnenprogramms geworden." In diesem Jahr freuten sich die 891 Gäste über den Gewinner des Nightwash Talent Awards 2022, Assane Badiane. Aber auch Laura Brümmer, Thomas Schmidt und Sandra Sprünken verstanden es, mit dem Publikum zu interagieren.Düning-Gast dankt dem Team vor Ort: "Ein besonderer Dank geht an unsere Kolleginnen und Kollegen, die alles organisiert haben. Nacht für Nacht haben sie für einen reibungslosen und erfolgreichen Ablauf gesorgt." Dank gebühre aber auch der Lippischen Landesbrandversicherung (Sponsor), Radio Lippe als Kooperationspartner und den Detmolder Ordnungsbehörden.

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