Detmold. Eigentlich hätte am Freitag das Urteil im Fall um die im Januar dieses Jahres in ihrer Badewanne getötete Salzuflerin (20) fallen sollen. Aus Krankheitsgründen wurde der Sitzungstermin aber verschoben. Um die Fristen zu wahren, schiebt das Schwurgericht unter dem Vorsitz von Richter Karsten Niemeyer am 2. Juli einen kurzen Termin dazwischen. Anderenfalls würde der gesamte Prozess platzen und die Beweisaufnahme von vorne beginnen müssen. Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen Für den jetzt ausgefallenen Prozesstag hatte die Kammer ursprünglich geplant, die Zeugenaussage des Ex-Partners des Opfers und damit womöglich die ganze Beweisaufnahme abzuschließen. Der Zeuge hatte zuletzt 20.000 bisher unbeachtete Chatnachrichten ins Spiel gebracht, die wohl auch die schwierige Beziehung zwischen dem angeklagten Lebensgefährten (30) und der schwangeren Getöteten skizzieren sollten. Der jetzige Termin hätte auch unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen stattfinden sollen, nachdem es am Rande des vorherigen Sitzungstages zu einer Eskalation zwischen Angehörigen des Angeklagten und des Opfers gekommen war. Der nächste reguläre Prozesstag – dann wohl samt Plädoyers und Urteil – ist nun für Donnerstag, 17. Juli, 10 Uhr, angesetzt.