Herford/Bielefeld. Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn A2 sind am Montagmorgen, 8. September, zwei Menschen verletzt worden. Zwischen den Anschlussstellen Ostwestfalen-Lippe und Herford-Bad Salzuflen in Fahrtrichtung Hannover musste die A2 teilweise komplett gesperrt werden. Es kam zu einem mehrere Kilometer langen Stau. Gegen 11 Uhr konnte die Sperrung aufgehoben werden. Mitten im Berufsverkehr war ein Autofahrer gegen 8.30 Uhr nach Angaben der Polizei Bielefeld wohl auf das Schild eines Absperr-Lastwagens, der für die Absicherung einer Tagesbaustelle auf der linken Spur sorgen sollte, aufgefahren. Die Feuerwehr forderte einen Rettungshubschrauber an, mit dem der Notarzt eingeflogen wurde. Für dessen Landung mussten beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Der Autofahrer, der mit einem VW ID7 unterwegs war, wurde beim Aufprall leicht verletzt. „Der Fahrer des Lastwagens, der sich zum Zeitpunkt der Kollision nicht im Fahrzeug, sondern draußen befand, wurde schwer verletzt“, sagt Polizeisprecher Fabian Rickel auf Nachfrage. Der Autofahrer, ein 30-Jähriger aus Hürth, und der Lkw-Fahrer, ein 37-Jähriger aus Mannheim, wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Fahrzeugteile fliegen auf die Gegenspur Durch den Aufprall auf das Absperrschild seien Autoteile auch auf die Gegenfahrspuren geflogen, sagte der Polizeisprecher. „Einige Autofahrer sind über die Trümmerteile gefahren“, so der Polizeisprecher. Außerdem habe es dort einen Auffahrunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen gegeben. Nach den ersten Erkenntnissen musste ein 50-jähriger Frankfurter mit einem VW Golf verkehrsbedingt abbremsen. Nachfolgende Fahrzeuge bemerkten dies zu spät, wodurch es zu mehreren Auffahrunfällen kam. Für die Unfallaufnahme wurden die linke und die mittlere Spur bis 9.20 Uhr gesperrt. Rickel schätzt den Sachschaden bei den Auffahrunfällen auf etwa 25.000 Euro. Zwei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der VW ID7 erlitt bei der Kollision einen Totalschaden. Die Polizei geht von einer geschätzten Schadenssumme von 45.000 Euro aus, am Lastwagen rechnet sie mit 15.000 Euro. Nach dem Unfall hatte sich direkt ein Rückstau gebildet. In Richtung Hannover ging nach der Sperrung zunächst nichts mehr. Auch nach Freigabe der rechten Spur gegen 9.30 Uhr war der Stau nach Schätzungen noch sechs Kilometer lang, die Wartezeit wurde mit mehr als 30 Minuten angegeben. Auch in Richtung Dortmund staute sich der Verkehr. Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.