Bielefeld/Herford/Kreis Minden-Lübbecke/Herzebrock-Clarholz. Ein 64-jähriger Mann aus Herzebrock-Clarholz ist am Mittwochabend, 14. Januar, mutmaßlich am Steuer seines Mercedes eingeschlafen und auf der A2 in Fahrtrichtung Dortmund über rund 15 Kilometer mehrfach mit der Mittelschutzplanke kollidiert. Ein Lkw-Fahrer konnte den Wagen schließlich stoppen und so Schlimmeres verhindern.
Nach Angaben der Polizei war der Mercedes E 250 gegen 21.15 Uhr in Höhe des Rastplatzes Lipperland Nord unterwegs, als der Fahrer nach links von der Fahrbahn abkam und mehrfach die Mittelschutzplanke touchierte. Dabei wurden die linke Vorder- und Hinterachse des Fahrzeugs zerstört, sodass der Mercedes zeitweise auf den Felgen fuhr und Funken schlugen.
64-Jähriger hinterließ Teile auf der A2
Trotz der Schäden setzte der 64-Jährige seine Fahrt zunächst fort und hinterließ Fahrzeugteile auf der Fahrbahn. Ein 41-jähriger Lkw-Fahrer aus Bielefeld bemerkte den stark beschädigten Wagen und bremste ihn kurz vor der Anschlussstelle Bielefeld-Süd auf dem Seitenstreifen aus.
Zwei nachfolgende Fahrzeuge wurden durch die Trümmer leicht beschädigt: Ein 33-jähriger Mann aus Ascheberg fuhr mutmaßlich über ein Teil, ohne Schaden zu nehmen, und an einem Land Rover eines 25-Jährigen aus Petershagen entstand leichter Sachschaden.
Alkohol- und Drogentest verlief negativ
Bei der Kontrolle durch Polizei und Rettungsdienst wirkte der Mercedes-Fahrer zunächst verwirrt, zeigte jedoch keine medizinischen Auffälligkeiten. Alkohol- und Drogentests verliefen negativ. Schließlich gab er an, vermutlich am Steuer eingeschlafen zu sein.
Der Gesamtschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Der 64-Jährige muss sich nun wegen Straßenverkehrsgefährdung infolge von Sekundenschlaf und Unfallflucht verantworten. Sein nicht mehr fahrbereites Fahrzeug wurde abgeschleppt.