Lage. Weltweit gibt es etwa 700 „Repair Cafés“, in denen Menschen defekte Geräte unterschiedlichster Art unter Anleitung selbst reparieren. So etwas soll es bald auch in Lage geben. Wenn es nach Pastorin Nicole Berndardy und dem Vorstandsvorsitzenden der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde, Helmut Behnisch, geht, lieber heute als morgen. Die beiden beschäftigt schon seit geraumer Zeit das Thema „Repair Café“.
Die Idee: Bürger sollen einen Treffpunkt bekommen, wo sie die Möglichkeit haben, defekte Geräte unterschiedlichster Art unter Anleitung zu reparieren und wieder funktionstüchtig zu machen. „Die Anleitung soll wiederum von anderen Besuchern kommen, die sich mit der entsprechenden Materie auskennen“, berichtet Behnisch, der auf einen Wissens-Austausch, gegenseitige Hilfe der Besucher sowie die Weitergabe handwerklicher Fähigkeiten hofft. Das könne vom kaputten Fahrrad über defekte Elektrogeräte bis hin zu Textilien reichen.
Der Vorschlag, ein "Repair Café" aufbauen zu wollen, ist auch in das "Leader"-Projekt eingeflossen. Wie berichtet, bewirbt sich Lage zusammen mit Lemgo und Leopoldshöhe um Gelder aus dem "Leader"-Programm, womit Projekte im ländlichen Raum gefördert werden sollen.
Rund 30.000 Euro würde es laut Behnisch kosten ein „Repair Café“ in der alten Schiede einzurichten. 19.500 Euro davon könnten mit Fördermitteln finanziert werden, die Lage bekommt, wenn es „Leader“-Region werden sollte. Die Entscheidung darüber wird in den kommenden Wochen fallen.
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