Mord an Lemgoerin nach sechs Jahren noch immer nicht geklärt

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Die Suche nach dem Mörder der Lemgoerin Kirsten Sahling geht weiter (Symbolbild). - © dpa
Die Suche nach dem Mörder der Lemgoerin Kirsten Sahling geht weiter (Symbolbild). (© dpa)

Lemgo/Berlin. Noch immer ungeklärt ist der Mord an der gebürtigen Lemgoerin Kirsten Sahling. Die Bluttat ereignete sich vor genau sechs Jahren. Die damals 39-Jährige war am 20. Juni 2009 im Spandauer Forst in Berlin getötet worden. Vom Täter fehlt der Berliner Polizei bis heute jede Spur.

Ermordet: Kirsten Sahling aus Lemgo. - © Polizei Berlin
Ermordet: Kirsten Sahling aus Lemgo. (© Polizei Berlin)

Die Sportlerin war zusammen mit ihrem Ehemann am besagten Samstag gegen 8.20 Uhr zum Joggen in den Spandauer Forst gefahren. Während ihr Mann bereits mit dem Laufen begonnen hatte, machte Kirsten Sahling noch einige Chi-Gong-Übungen. Dabei passierte die grauenvolle Tat. Ein Unbekannter stach die Frau nieder.

Mit schweren Verletzungen kam die Diplompsychologin und Krankenschwester ins Krankenhaus, wo sie einige Stunden später verstarb. Die Sportlerin, die zuletzt als Psycho-Onkologin an der Berliner Charité gearbeitet hatte, konnte den ermittelnden Polizeibeamten vor ihrem Tod noch eine detaillierte Täterbeschreibung geben.

Staatsanwaltschaft sucht weiter

Bis heute suchen die Staatsanwaltschaft Berlin und die 7. Mordkommission des Landeskriminalamtes nach einem unbekannten Mann, der damals zwischen 15 und 20 Jahre alt gewesen sein soll. Er soll etwa 1,75 Meter groß und schlank sein sowie kurze mittel- bis dunkelblonde Haare gehabt haben.

Laut Polizeibericht soll es sich bei dem Gesuchten um einen Mann mitteleuropäischen Typs ohne Bart und ohne Brille handeln, mit einer insgesamt gepflegten Erscheinung. Er war bekleidet mit einem weißen Oberteil und einer langen weißen Hose. Unterwegs war der Unbekannte mit einem roten Fahrrad oder mit einem Rad mit überwiegend roten Bauteilen.

Kurz nach dem heimtückischen Mord waren bei der Polizei etwa 300 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Eine heiße Spur war aber nicht darunter. Die Berliner Ermittler gehen bis heute davon aus, dass sich der Täter am besagten Samstag schon längere Zeit im Spandauer Forst aufgehalten hat und auch über gute Ortskenntnisse verfügte.

Aufnahme der Überwachungskamera

Nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt zeichnete die Überwachungskamera (Video unten) einer Klinik gegen 8.50 Uhr einen hell gekleideten Fahrradfahrer auf, den die Polizei für den mutmaßlichen Täter hält. Da diese Klinik noch über eine zweite Ein- und Ausfahrt verfügt, ist es möglich, dass der mutmaßliche Täter das Gelände nur durchfahren hat. Der gefilmte Radler ähnelt der vom Opfer beschriebenen Person.

Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Berlin hat für Hinweise auf den Mörder von Kirsten Sahling eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgelobt.

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