Engelbert-Kaempfer-Abiturienten nehmen Abschied

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Lemgo (mag). Erstmals hat die Zeugnisübergabe für die Abiturienten des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums im Konferenzraum der Lipperlandhalle stattgefunden. Es waren einfach zu viele für die bisherigen Räumlichkeiten: Mehr als 100 Schüler erhielten ihre Reifezeugnisse.

Wie jedes Jahr bekamen sie viele gute Wünsche mit auf den Weg. Dr. Friedrich-Wilhelm Bratvogel erfüllte diese Aufgabe zum letzten Mal, da er als Schuldirektor in den Ruhestand geht. „Trauen Sie sich Ihr Leben zu“, ermunterte er seine Absolventen. Die Jahrgangsstufensprecher blickten kritisch, aber auch humorvoll auf die Zeit in der Oberstufe zurück. Es sei vor allem um „Methoden und Kompetenzen“ gegangen, erinnerte sich Jana Strate: „Wörter, die wir bald nicht mehr hören konnten.“ Jasper John griff die verbreitete Schwäche seiner Mitschüler auf, sich die Arbeit zeitlich einzuteilen: „Es tut uns leid, dass wir sämtliche Abgabetermine bis aufs Äußerste ausgereizt haben“, meinte er an die Lehrer gewandt.

Musikalisch bewiesen die Abiturienten, dass sie mehr können als gute Noten schreiben. Außer Instrumentalstücken mit Querflöte, Klavier und Harfe sowie einem Bläserquartet überraschte Nele Bönnemann noch mit dem passenden Lied „Froh, dabei zu sein“, das sie mit einer gelungenen Mischung aus Melancholie und heiterer Leichtigkeit vortrug. Bei der Zeugnisübergabe, die bei so vielen Schülern einige Zeit in Anspruch nahm, wurden Hannah Dopmeyer, Lea Tigges, Clara Nottbrock und Inge Fiebig für die besten Abiturnoten ihres Jahrgangs ausgezeichnet.

Zum Abschluss stand das Abimotto „Gabidalf“ nochmals im Mittelpunkt. Die Anspielung auf den „Herrn der Ringe“ lebte vor allem vom prächtigen Vollbart des Jahrgangsstufenleiters Edgar Neugebauer. Eine Karikatur, die ihn als „Gandalf“ zeigt, ziert eines der Schulgebäude. Neugebauer griff das auf und verlieh zum Abschluss zwei Ringe an Schülerinnen, einen an die Zeichnerin als Dank für das Bildnis und den anderen an Jana Strate mit der Aufgabe, bald ein Stufentreffen zu organisieren. Dank der „Ringträgerin“ werden sich die „Gefährten“ also wiedersehen, auch wenn Edgar Neugebauer sie zum Schluss im Sinne des Mottos ermahnte: „Flieht, ihr Narren!“

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