Lemgo-Voßheide. Der Bau des Windrades an der Lütter Straße geht weiter. Mittlerweile sei eine Transportstrecke für die letzten, besonders schweren und langen Teile gefunden worden, sagt Dr. Dietrich Beverborg, Geschäftsführer des Planungsbüros „Casa Projekt“ in Sulingen (Niedersachsen), auf Nachfrage. In der Nacht zu Mittwoch kamen dann diese Teile. Dafür mussten, wie berichtet, Anfang des Monats fünf Bäume an der Voßheider Straße gefällt werden. Später sollen 15 Bäume dafür an anderer Stelle neu gepflanzt werden. „An gleicher Stelle macht keinen Sinn, falls es mal notwendig sein sollte, Ersatzteile zu liefern“, erklärt Beverborg. Wo genau es die Ersatzpflanzungen geben wird, könne er aber noch nicht sagen. Die Fraktion der Bürger für Lemgo hatte die Transportstrecke im Umweltausschuss kritisch hinterfragt und mehr Details gefordert: „Wir wollen wissen, wie hoch die Entschädigung ausfällt, welche Baumarten in welcher Qualität und Größe nachgepflanzt werden und in welchem zeitlichen Rahmen das Ganze erfolgen soll“, hieß es in einer Anfrage. In den kommenden zwei Wochen werden die drei Stahlrohre, die drei Flügel und das technische Gebäude nun geliefert. Das dürfe wegen der Sonderformate nur nachts geschehen. Das Zwischenlager befindet sich in Donop an der Ostwestfalenstraße auf Blomberger Gebiet. Fast 230 Meter hoch Wie berichtet hatte es Probleme gegeben, weil die fehlenden Teile für das Windrad nicht über die marode Passadetalbrücke transportiert werden dürfen. An der Lütter Straße entsteht eine Anlage der Firma Enercon. Das Windrad wird einen Rotordurchmesser von 138,25 Metern, eine Nabenhöhe von 160 Metern und somit eine Gesamthöhe von 229,13 Metern haben. Die elektrische Leistung beträgt 4,2 Megawatt. Die Anlage könnte gegebenenfalls noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Betreibergesellschaft ist die Windkraft Voßheide GmbH & Co. KG, an der Beveborg beteiligt ist. Zu den übrigen 13 Gesellschaftern zählten einige ansässige Landwirte.