Lemgo. Die Veranstaltung „Nachbarschaftskaffee“ ist seit der ersten Ausgabe im Frühjahr vergangenen Jahres zu einer festen Größe im Kalender der älteren Lemgoer geworden. Dort knüpfen die Senioren neue Freundschaften, tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig – und das alles bei leckerem Kuchen und Kaffee. Im Schützenhaus gehts nicht weiter Doch was die Veranstaltung bedauerlicherweise ebenfalls auszeichnet: Die findet kein richtiges Zuhause. Nach dem Start im Hansehaus sollte das Schützenhaus eigentlich ein beständiger Austragungsort sein, doch Tina Scholtyssik von JT Events, die die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte, verlässt das Schützenhaus und somit muss auch der Nachbarschaftskaffee wieder umziehen. Die gute Nachricht: Inzwischen ist für die nächsten Monate eine neue Bleibe für den Nachbarschaftskaffee gefunden. Die Veranstaltung wird nach der letzten Ausgabe im Schützenhaus am 16. August, bei der ausschließlich gegrillt wird, ab dem 6. September im „Ostertor“ stattfinden. „Der Wirt Toni Osmani war mehrmals beim Nachbarschaftskaffee zu Gast und fragte, warum wir die Veranstaltung nicht mal bei ihm durchführen. Nach vielen Gesprächen sind wir uns einig geworden, so dass wir ab September dann monatlich ins Ostertor kommen können“, sagte Andreas Leber, Verantwortlicher für die Pressearbeit, erfreut. Der Stadtbus halte direkt vor der Tür und es sei zudem ausreichend Platz für die im Schnitt 60 bis 80 Gäste. Die darauffolgenden Termine im Ostertor sind der 4. Oktober und der 1. November. Im Dezember findet kein Nachbarschaftskaffee statt. Beim jüngsten Kaffee Samstag waren im Schützenhaus rund 80 Besucher zusammengekommen und der Renner am Buffet war wie gewohnt die Eierlikörtorte. Ob die Veranstaltung im kommenden Jahr weiterhin (im Ostertor) stattfinden werde, das sei noch nicht abschließend geklärt, sagte Leber. „Es steht und fällt natürlich mit dem Organisator Antonio Ugia, den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und auch mit den Gegebenheiten im Ostertor.“ Ein Problem sei nämlich, dass der Wirt nur eine begrenzte Menge an Porzellan bereitstellen könne. „Wir brauchen noch rund 50 weitere Kaffeetassen, um allen Gästen etwas anbieten zu können.“ Organisatoren suchen Kühlmöglichkeiten Außerdem seien nicht ausreichend Kühlmöglichkeiten für die ehrenamtlich gebackenen Torten vorhanden. „Eine Vitrine mit Kühlmöglichkeit wäre ideal“, sagte Leber. „Wir könnten uns aber auch mit Kühlschränken oder mit akkugekühlten Kuchentragen behelfen.“ So oder so sei die Initiative auf Spenden angewiesen. Wer behilflich sein kann, kann sich bei Andreas Leber, Tel. 0171 8055879 melden. Dass das Nachbarschaftskaffee die sicher geglaubte Heimat nun wieder verlassen muss, das würden sowohl die Organisatoren als auch die Besucher sehr bedauern, erklärte Leber. „Aber die Schützengesellschaft als Eigentümer muss die Immobilie in den kommenden Jahren umfangreich sanieren. Das hat zur Folge, dass sich Tina Scholtyssik nicht so entfalten kann, wie sie es sich gewünscht hätte und sie das Schützenhaus deshalb verlassen wird.“ Das Konzept des Nachbarschaftskaffees scheint aber aufzugehen: Für einen Beitrag von 3,50 Euro bekommen die Besucher ein Stück Kuchen und Kaffee satt. Dazu gibt es nette Gesellschaft und viele gute Gespräche. Im Ostertor wird der Beitrag künftig bei 4 Euro liegen. Der Wirt wird zusätzlich eine kleine Getränkekarte auslegen, von der separat bestellt werden kann. Zudem soll es ein Mittagessen für unter zehn Euro geben. Auch gegrillt werden könne hin und wieder, ergänzte Leber.