Fahrgastverband fordert besseren Service am Asemisser Bahnhof

Thomas Dohna

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Forderungen: Willi Wächter (links) und Margret Klinke fordern Verbesserungen für den Bahnhof in Asemisssen. Sie werden dabei vom Verkehrspolitiker Siegfried Habicht und vom Behindertenbeauftragten der Gemeinde, Wolfgang Glauer, unterstützt - © Thomas Dohna
Forderungen: Willi Wächter (links) und Margret Klinke fordern Verbesserungen für den Bahnhof in Asemisssen. Sie werden dabei vom Verkehrspolitiker Siegfried Habicht und vom Behindertenbeauftragten der Gemeinde, Wolfgang Glauer, unterstützt (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe-Asemissen. Wer mit der Bahn fährt, kann etwas erleben. Die negativen Aspekte dieser Erlebnisse will der Fahrgastverband Pro Bahn minimieren und erhebt dafür öffentlich Forderungen. Acht Details möchte der Verband verbessert wissen.

Willi Wächter hat als Vorsitzender von Pro Bahn keine Angst vor der Öffentlichkeit. Lieber aber würde er seine Forderungen im ÖPNV-Arbeitskreis der Gemeinde Leopoldshöhe vortragen. Im Arbeitskreis sitzen Verkehrspolitiker, aber auch Vertreter von Anbietern des ÖPNV. Seit einem Jahr habe der Arbeitskreis nicht mehr getagt, klagt Wächter. Die Einberufung des Arbeitskreises ist Aufgabe der Ordnungsverwaltung der Gemeinde. Sie ist mit dem Eintritt in den Ruhestand des ehemaligen Fachbereichsleiters Jürgen Taron in neuen Fachbereich Bauen, Umwelt, Ordnung aufgegangen. Bis dahin tagte der Arbeitskreis nach Angaben drei bis vier Mal im Jahr.

Unterstützung findet Wächter beim Vorsitzenden des Verkehrsausschusses der Gemeinde, Siegfried Habicht, und beim Behindertenbeauftragten Wolfgang Glauer.

Die Forderungen

Ein neuer Bahnsteig soll her. Die Bahnsteige A und B am Bahnhof liegen etwa 350 Meter auseinander. Für ältere und behinderte Menschen sei es in der Regel nicht möglich, vom Bahnsteig A aus die Busse, die in Höhe des Bahnsteiges B stehen, rechtzeitig zu erreichen. „Selbst sportliche Menschen müssen flott gehen", sagt Wächter. Am Bahnsteig B liegt unter Gestrüpp verborgen ein zweites Gleis. Zwischen diesem und dem bestehenden Gleis müsste ein Bahnsteig gebaut werden. Der Übergang sei über eine Schranke zu sichern. „Beispiele dafür gibt es in Deutschland einige", sagt Wächter.

Aufstellung der Busse

Zurzeit stehen die Busse, wie sie ankommen. Die Fahrgäste müssen oft den richtigen Bus suchen. Pro Bahn fordert eine parallele Aufstellung zwischen Bahnhofstraße und der heutigen Busspur.

Ausfahrt auf die Hauptstraße

Die Busse der moBiel-Linie 369 können die Ampel nicht steuern und müssen lange warten. Die Gemeinde soll deswegen bei moBiel vorsprechen. Überdachung am Bahnsteig A: Die Unterstände dort seien nur Buswartehäuschen, meint Wächter. Dort sei es eng und der Regenschutz reiche an die Wagen der Bahn heran.

Ladeeinheit für Autos und Fahrräder

Für E-Bikes und E-Autos sollte es am Bahnhof eine Ladestation geben – so wie in Altenbeken, sagt Wächter. Für Fahrräder solle eine geschlossene Abstellmöglichkeit gebaut werden.

Fahrkarten für den Fernverkehr

Zurzeit können Fahrscheine für den Fernverkehr nur in Bielefeld gelöst werden. Die Gemeinde soll auf die Deutsche Bahn einwirken, damit sie wieder einen Automaten aufstellt.

Tarifsprung

Wer von Leopoldshöhe nach Bielefeld fahren will, zahlt für die einfache Fahrt 4,90 Euro. Wer einen Bahnhof später in Ubbedissen einsteigt, zahlt nur 2,80 Euro. Die Gemeinde soll bei der Tarifgemeinschaft Westfalen intervenieren, um den Sprung zu beseitigen.

Fahrgastinformationen

Wenn Züge ausfallen, wird nur bekanntgegeben, dass das so ist. Alternativen zu diesen Ausfällen werden jedoch nicht mitgeteilt. Die Gemeinde und der Kreis Lippe sollen für Abhilfe sorgen.

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