Zeugen finden schwerverletzten E-Bike-Fahrer in Niese

Erol Kamisli

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(© Torben Gocke)

Lügde. Strahlender Sonnenschein hat am Wochenende viele Radfahrer in die Natur gelockt – für einen 54-jährigen Radfahrer endete der Ausflug am Samstag in Niese mit schweren Kopfverletzungen im Klinikum.

Auf dem Rückweg vom Köterberg sei der Mann ohne Helm von seinem Elektrofahrrad gestürzt und bewusstlos auf der Straße liegengelieben, teilte die Polizei mit.
„Zum Glück waren an diesem Tag viele Menschen unterwegs", sagt Stefan Römisch von der Detmolder Leitstelle der Polizei. Ein Kradfahrer habe den Verunglückten gefunden und sofort den Rettungsdienst alarmiert.

„Der Radler kam schwer verletzt in ein Klinikum. Am E-Bike entstand Totalschaden", so Römisch.
Der 54-Jährige sei inzwischen wieder bei Bewusstsein, doch an den Unfallhergang könne er sich nicht erinnern. Vieles spreche für einen „Alleinunfall", doch die Polizei will nicht ausschließen, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer involviert gewesen ist, fügt Römisch hinzu.

Er könne nur an alle Radfahrer appellieren, bei jedem Ausflug einen Helm aufzusetzen: „Wenn der 54-Jährige einen Kopfschutz getragen hätte, wären die Verletzungen wahrscheinlich nicht so schwerwiegend."

Zustimmung kommt von Werner Kloppmann vom ADFC Lippe – sein Verband sei zwar gegen eine Helmpflicht, doch er könne einen Kopfschutz nur empfehlen. Selbst wenn der Helm Unfälle nicht verhindere, könne er in manchen Situationen den entscheidenden Unterschied ausmachen zwischen schwer verletzt und mausetot. Doch unabhängig von diesem tragischen Unfall in Niese brauche der Radverkehr mehr Unterstützung, um eine wirkliche Verkehrsalternative zu sein. Solange die Politik das Radwegenetz nicht ausbaue und weitere sinnvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Fahrradfahrern verschlafe, bleibe nur der Eigenschutz mittels Helm.

Wer Hinweise zum Unfall in Niese machen kann, meldet sich bitte bei der Polizei unter der Telefonnummer 05231-6090.

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