Lügde. „Ich wusste gar nicht, wo ich parken sollte.“ Diesen Seufzer hörte man bei der zwölften MINT-Veranstaltung im Lügder Emmerauenpark mehrfach. Auf den riesigen Besucherandrang war der Sprecher des Arbeitskreises MINT, Georg Jescow von Puttkamer von der Schwering & Hasse-Stiftung, ausgesprochen stolz.
Einer Pressemitteilung zufolge betonte er in seinem Grußwort die Zielsetzung der Veranstaltungsreihe: „Wir müssen die Jugend an die MINT-Themen heranführen“, denn in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gebe es in der Wirtschaft großen Bedarf an Fachkräften.
Bürgermeister Torben Blome überbrachte seinen Dank im Namen der Stadt an das Organisationsteam um Moderator Jürgen Weiland von der Johannes-Gigas-Schule, der die Einrichtungen mit ihren Projekten vorstellte. Blome habe vorgeschlagen, beim Rundgang praktischerweise bei der „Burg Adebar“ zu beginnen, um sich dort eine Papiertüte für die „Beutestücke“ anzufertigen.
Sinne geschärft
„MINT in Lügde schärft die Sinne“ lautete nach Angaben der Initiatoren das Thema, auf das sich bereits im Herbst alle Bildungseinrichtungen der Stadt, aber auch die Grundschulen Schieder und Schwalenberg und erstmals sogar die Pestalozzischule Blomberg geeinigt hatten.
Bei der Veranstaltung im Emmerauenpark seien dann auch alle Sinne angesprochen worden. „Vieles, was die Kinder und deren Erzieher und Lehrkräfte präsentierten, machte ungeheuer viel Spaß und konnte teilweise nach Hause getragen werden“, schreiben die Organisatoren in der Mitteilung. Ein liebevoll gestalteter Barfußparcours habe für eine lange Warteschlange gesorgt. Optische Täuschungen hätten gemalt werden können und eine Klangschale mit Wasser habe mit etwas Geschick und feuchten Fingern Töne sichtbar werden lassen.
Schnurtelefone hergestellt
„Beim Kooperationspartner SHWire wurden Schnurtelefone hergestellt und es wurde deren Funktionsweise erklärt. Die ,Großen’ aus der Johannes-Gigas-Schule führten in die Geheimnisse des Fernrohr- und Lochkamerabaus ein und testeten den Geschmackssinn ihrer Probanden: Was schmeckt süßer und wie lässt sich der Geschmackssinn austricksen?“, erklären die Verantwortlichen in der Mitteilung weiter. Dafür habe es bei den Gigas-Schülern nur zwei Flaschen mit Zuckerwasser gebraucht, von denen eine mit ein wenig Salz versetzt gewesen sei. Schon sei der Geschmackssinn irritiert und könne süß und weniger süß nicht mehr sicher unterscheiden. „Beeindruckend“, fanden das die Kinder und Jugendlichen.
Weitere Informationen in Sachen MINT in Lügde erteilt Georg Jescow von Puttkamer von der Schwering & Hasse Stiftungsverwaltung, Tel. (05281) 988117. Als Leiter des Arbeitskreises MINT in Lügde ist Jürgen Weiland unter Tel. (05281) 979342 erreichbar.