Gasleck in Oerlinghausen

Knut Dinter und Birgit Guhlke

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Um den Fehler am Stromkabel zu suchen, wird das Erdreich an der Detmolder Straße aufgegraben. Dabei entdecken die Bauarbeiter, dass hier auch Gas aus der Hauptleitung austritt.  - © Knut Dinter
Um den Fehler am Stromkabel zu suchen, wird das Erdreich an der Detmolder Straße aufgegraben. Dabei entdecken die Bauarbeiter, dass hier auch Gas aus der Hauptleitung austritt.  (© Knut Dinter)

Oerlinghausen. Wegen eines Gaslecks im Bereich der Detmolder Straße zwischen Steinbruchstraße und Hangweg sind am Freitag Mitarbeiter der Stadtwerke im Einsatz gewesen. Anwohner hatten den Störungsdienst der Stadtwerke in der Nacht zu Freitag informiert, weil es zu Störungen bei der Stromversorgung gekommen war.

An der Detmolder Straße in Höhe des Hauses Nummer 68 sei es durch eine Havarie zu einem Leck in der Hauptgasleitung gekommen, teilten die Stadtwerke am Freitagmorgen mit. Ursache sei ein Kurzschluss in der Nähe der Gasstahlleitung unter der Straße gewesen. Durch einen sogenannten Lichtbogen, der durch einen Kurzschluss verursacht worden war, wurde ein Loch in der Größe einer 2-Euro-Münze in die Stahlleitung gebrannt.

Durch Zufall wurde das Loch entdeckt. Peter Synowski, Geschäftsführer der Stadtwerke Oerlinghausen: „Eine kuriose Sache, so etwas habe ich noch nie erlebt."

Die Anwohner hatten die Stromstörung um Mitternacht gemeldet. Daraufhin war sofort der Störungsdienst für die Stadtwerke Oerlinghausen zur Schadensstelle gefahren, um die Störung mit einem Messwagen zu lokalisieren. Um 5 Uhr am Morgen wurden zudem Mitarbeiter des in Bereitschaft stehenden Tiefbauunternehmens Sielemann angefordert. Mit einem Bagger wurde der Bereich vor dem Haus Detmolder Straße 68 aufgegraben. Während dieser Arbeiten hörten die Mitarbeiter ein Zischen und stellten fest, dass unter hohem Druck Gas austrat.

Bewohner mussten zeitweise das Haus verlassen

Die Gasstahlleitung zwischen der Oetenhauser Straße und der Steinbruchstraße wurde umgehend gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr Oerlinghausen wurde alarmiert. Die Bewohner des Hauses an der Detmolder Straße 68 mussten ihre Wohnungen vorsorglich verlassen.

Die 21 Feuerwehrleute sperrten den Gefahrenbereich ab 7.20 Uhr weiträumig mit fünf Einsatzfahrzeugen ab. Polizei und Rettungsdienst waren ebenfalls vor Ort. Gefahr durch einen Gasaustritt habe es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gegeben, heißt es in der Mitteilung der Stadtwerke.

Zusätzlich nahmen die Feuerwehrleute unter Atemschutz weitere Messungen am gegenüberliegenden Gehweg vor. Dadurch konnten sie ausschließen, dass Gas in die Kanalisation gelangt war – und das Risiko einer Explosion bannen. Olaf Frigge, Technischer Leiter bei den Stadtwerken, bestätigte, dass keine Gefahr mehr durch einen Gasaustritt bestand.

Die Straßensperrung konnte um 8.50 Uhr wieder aufgehoben werden. Bis dahin kam es zu Beeinträchtigungen im Berufs- und Busverkehr. „Gasstörungen sind immer eine sehr sensible Angelegenheit und kommen nur selten vor", sagte Synowski. „Wir haben echt Glück gehabt." Warum der Kurzschluss entstand, konnte noch nicht geklärt werden.

Die Stadtwerke Oerlinghausen waren am Freitag mit mehreren Einsatztrupps vor Ort. Die Reparaturarbeiten wurden erst am frühen Nachmittag abgeschlossen. Danach konnten die Stadtwerke-Monteure die betroffenen Haushalte betreten und die Gas- und Stromanlagen wieder in Betrieb setzen.

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