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Leinwand

Diese Filme zeigt das „KNUP-Kino“ in Oerlinghausen

Das "KNUP-Kino" startet auch in diesem Jahr wieder in ein buntes Jahresprogramm. © KNUP-Kino

Oerlinghausen. Das Soziokulturelle Zentrum Oerlinghausen lädt ab Freitag, 30. Januar, wieder jeden letzten Freitag im Monat zum „KNUP-Kino“ ein. Den Auftakt der neuen Saison macht der Film „Bonhoeffer“. Im Anschluss kann der kontrovers diskutierte Film in der Cnaipe noch einmal Revue passiert lassen werden. Um 19 Uhr startet der Einlass zu den Filmvorführungen, die um 19.30 Uhr in der Halle oder der Cnaipe vom KNUP stattfinden. Der Eintritt beträgt weiterhin 5 Euro.

Die Veranstaltungsgruppe blickt auf ein sehr gut besuchtes Kino-Jahr 2025 zurück: „Es kamen rund 300 Besucherinnen und Besucher zu den zwölf Filmen im vergangenen Jahr“, heißt es seitens der Veranstaltungsgruppe. Mittlerweile habe sich ein Stammpublikum herausgebildet, aber auch neue Gäste gehörten zu jeder Kinovorstellung dazu, so die Veranstalter. Neben den gemütlichen Kinoabenden im Haus wird es 2026 auch wieder drei Open-Air-Vorstellungen im KNUP-Garten geben. „Die Sommer-Veranstaltungen sind sehr beliebt, manche Besucher und Besucherinnen bringen eigene Sitzmöglichkeiten mit, sitzen in der Hängematte oder am Lagerfeuer, während sie den Film auf der 4-Meter-Leinwand schauen“, so die Veranstalter weiter.

Filme mit gesellschafts-politischem Bezug

Im Oktober 2025 begannen die Vorbereitungen für die neue KNUP-Kino-Saison. Zahlreiche Filmverleihe wurden angeschrieben und verschiedenste Filme für das gesamte Jahr gebucht: Die Filme zeichnen sich durch einen filmischen Anspruch und oftmals durch eine gesellschaftspolitische Relevanz aus. Mit dem Film „Bonhoeffer“, der das Leben des Theologen und Widerstandskämpfers gegen das NS-Regime zeigt, wird auch ein Film gezeigt, der inhaltlich oftmals in Kritik steht. Auch gehören wieder zwei Dokumentationen zum Programm. Im Februar erinnert der Dokumentarfilm „Das Deutsche Volk“ an den rassistischen Anschlag in Hanau vor fünf Jahren. Im Fokus stehen dabei die Angehörigen der Opfer. Anlässlich des feministischen Kampftags im März sind gleich zwei Filme Mädchen und Frauen gewidmet.

Der Film „Karla“ zeigt, wie ein junges Mädchen im Deutschland der 1960er-Jahre mutig gegen Missbrauch vorgeht und für Gehör und Gerechtigkeit kämpft. „Oxana – Mein Leben für Freiheit“ erzählt das bewegende Porträt der ukrainischen Künstlerin und FEMEN-Mitbegründerin Oksana Schatschko, die durch provokative Protestaktionen gegen Sexismus, Korruption und politische Unterdrückung für Freiheit und Gleichberechtigung kämpfte. Bevor es im Sommer für das KNUP-Kino in die Open-Air-Saison geht, erzählt der Film „Im Schatten des Orangenbaums“ über drei Generationen die bewegende Geschichte einer palästinensischen Familie, deren Schicksal eng mit Krieg, Vertreibung und dem Wunsch nach Versöhnung verknüpft ist.

Open-Air-Saison mit drei Filmen

„Tandem“, „Mit der Faust in die Welt schlagen“ und „Köln 75“ werden an hoffentlich lauen Sommerabenden unter freiem Himmel gezeigt. Die Filme handeln von Freundschaft, Selbstermächtigung und inspirierenden Geschichten aus unterschiedlichen Lebenswelten und Lebensphasen. Das Open-Air-Erlebnis macht das gemeinsame Anschauen zu etwas Besonderem – mit Sommerluft, kühlen Getränken und Gelegenheit zum Austausch mit anderen Menschen.

Im September begleitet der Dokufilm „Einfach machen!“, Pionierinnen der deutschsprachigen Punk-Szene von den späten 1970er-Jahren bis heute und erzählt, wie Frauen in einer männerdominierten Musikwelt mit Mut und Kreativität Freiräume eroberten sowie Rollenklischees infrage stellten. Den Jahresabschluss bilden der inspirierende Spielfilm „Maria Montessori“ über die Lebensgeschichte der einflussreichen Reformpädagogin und das vielfach ausgezeichnete Generationen-Drama „In die Sonne schauen“, das als deutscher Beitrag ins Oscar-Rennen geht und die Lebenswege mehrerer Frauen über ein Jahrhundert hinweg eindrucksvoll verwebt. Bei den Filmen handelt es sich um aktuelle Kinofilme: acht aus 2025, zwei von 2024 und ein Film aus dem Jahr 2023.

Keine Vorstellung im Dezember

Im Dezember wird auf eine Kinovorstellung verzichtet, da diese auf den ersten Weihnachtsfeiertag fallen würde. Das „KNUP-Kino“ freut sich auf ein weiteres Jahr voller spannender Filme, inspirierender Geschichten und gemeinsamer Kino-Abende – drinnen wie draußen. Für entspannte Momente sorgen Popcorn, sommerliche Stimmung und das gemeinsame Filmerlebnis, heißt es abschließend.

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