Düsseldorf. Nach der Bethel-Ausstellung ist im Düsseldorfer Landtag jetzt eine Ausstellung der Lemgoer Diakonie-Stiftung Eben-Ezer zu sehen. Unter dem Titel „EigenArt" sind Kunstwerke von Menschen mit Behinderungen und psychosozialem Unterstützungsbedarf zu sehen.
Die Stiftung Eben-Ezer vermittelt so dem Betrachter Einblicke in die Arbeit der 30 Künstler in ihrer Kunstwerkstatt. Zu sehen sind auch Werke des weißrussischen Künstlers Igor Oster, der die kreativen Menschen mit Behinderung porträtiert hat.
Eröffnet wurde die Ausstellung von Landtagsvizepräsident Oliver Keymis (Grüne). Sie trage dazu bei, „das große und wichtige und uns alle verbindende Thema Inklusion und die wirkliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in NRW weiter voranzubringen." Dabei könne Kunst eine wesentliche Rolle spielen. Vermittelt hat die Ausstellung im Landtag der Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses, der Bielefelder SPD-Abgeordnete Günter Garbrecht. Die Ausstellung ist noch bis zum 25. März in der Wandelhalle des Landtags zu sehen. Sie ist damit zugleich Teil der Düsseldorfer Nacht der Museen, die an diesem Tag stattfindet und an der sich auch der Landtag beteiligt.
Die Stiftung Eben-Ezer wurde 1862 gegründet. Sie ist damit noch fünf Jahre älter als die von Bodelschwinghschen Stiftungen in Bethel. Für die Stiftung arbeiten rund 1.500 Mitarbeiter und betreuen insgesamt etwa 1.000 Menschen mit Beeinträchtigungen und besonderen Bedürfnissen. Neben der Kunstwerkstatt sind die Betätigungsfelder der Stiftung Wohnangebote, schulische und berufliche Bildung, Werkstätten und Integrationsbetriebe. Außerdem gehören eine Kirchengemeinde und ein Café zu der Stiftung.