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Gütersloh/Berlin

Millionen-Förderung für Schlaganfall-Lotsen

Gütersloh/Berlin (from/epd). Große Freude in Gütersloh: Das Modellprojekt der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe erhält eine Förderung in Höhe von sieben Millionen Euro aus dem Innovationsfonds der Bundesregierung. Es geht um die Nachsorge nach Schlaganfällen. Schlaganfall-Lotsen sollen Patienten in OWL betreuen. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.

Die 15 Lotsen sind für die Verzahnung von Fachärzten, Therapeuten, Krankenkasse und Rentenversicherung zuständig. Zudem beraten sie die Patienten und schalten sich bei Problemen ein. Die akute Versorgung bei Schlaganfällen auf Schlaganfall-Spezialstationen (Stroke Units) sowie die neurologische Rehabilitation seien auf einem hohen Niveau, erklärte die Stiftung. Probleme bereite den Patienten das komplexe Gesundheitssystem in der Nachsorge, wenn sie mit den Folgen ihrer Erkrankung leben müssten. Vielen fehle es an Begleitung, Beratung und der Organisation.

Die Lotsen kommen aus einem Gesundheitsberuf und erhalten eine Zusatzqualifikation für ein Fall-Management. Verbunden mit dem Projekt ist eine wissenschaftliche Studie der Universität Bielefeld.

Ziel der Stiftung ist es, dass Schlaganfall-Lotsen generell in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen werden und allen Patienten in Deutschland zur Verfügung stehen. In OWL erleiden nach Angaben der Stiftung pro Jahr bis zu 7.000 Menschen einen Schlaganfall. Jährlich 1.000 von ihnen sollen künftig durch die 15 Schlaganfall-Lotsen betreut werden.

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