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Bitburg

Zwei Meter hohe Fichte macht Radarbilder unbrauchbar

Bitburg (AFP). Unbekannte haben mit einer ungewöhnlichen Methode dafür gesorgt, dass Bilder eines Geschwindigkeitsmessgerätes an der Bundesstraße 51 bei Bitburg unbrauchbar sind. Sie pflanzten eine fast zwei Meter hohe Fichte vor die mobile Anlage.

Dadurch seien sämtliche Messungen, die von zu schnell fahrenden Autofahrern angefertigt wurden, nicht verwertbar, teilte das Polizeipräsidium Trier am Freitag mit. Die noch mit Wurzelwerk versehene, fast zwei Meter hohe Fichte war fachmännisch vor den Radaranhänger eingepflanzt worden. Sie soll laut Polizei nur noch auf einen Regenschauer gewartet haben, um anwachsen zu können. Wie lange der Baum dort stand und wie viele Messungen betroffen sind, konnte die Polizei nicht sagen.

Die Fichte sei an der viel befahrenen Straße offenbar "in einer Nacht- und Nebelaktion" gepflanzt worden, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Das Gerät habe die Störung automatisch gemeldet, so wie es dies auch bei heftigem Schütteln, Besprühen der Linse oder einem Brandanschlag tun würde. Polizeibeamte gruben die Fichte wieder aus. Wo sie nun steht ist unbekannt. Sie ermitteln nun wegen des Verdachts der Störung öffentlicher Betriebe gegen Unbekannt. Nach Information des Trierischen Volksfreunds könnte zudem ein Verfahren wegen Diebstahls drohen, falls sich herausstellt, dass der Baum gestohlen wurde.

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