Einzigartiger Fund in Westfalen: Römerlager in Bielefeld entdeckt

Ingo Kalischek

  • 0
Symbolbild - © Symbolbild: Pixabay
Symbolbild (© Symbolbild: Pixabay)

Bielefeld. Archäologen haben in Sennestadt im Wald die Reste eines römischen Marschlagers freigelegt. Dabei handelt es sich nach Angaben des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) um einen einzigartigen Fall innerhalb Westfalens.

Es soll sich laut LWL-Sprecher Jens Schubert um einen Waldbereich in der Nähe von Haus Neuland am Senner Hellweg handeln, teilt der Sprecher auf Anfrage der NW mit. "Wir haben ehemalige Wallstrukturen auf einem Areal von rund 25 Hektar entdeckt", so Schubert. Die seien noch immer gut zu erkennen, da sich in diesem Bereich keine moderne Bebauung befindet. "Es handelt sich somit in dieser Form um einen einzigartigen Fall für Westfalen." Andernorts seien solche Spuren zum Beispiel wegen späterer Besiedlung kaum zu erkennen. Wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mitteilt, soll das Lager um die Zeitenwende angelegt worden sein.

Weitere Details werden am 8. Mai bekannt gegeben

Ein interessierter Bürger habe die Spuren schon vor mehreren Wochen eher zufällig entdeckt. Daraufhin hat sich ein Experten-Team an die Arbeit gemacht und systematisch untersucht, ob es sich tatsächlich um ein altes Römerlager handelt, berichtet Schubert. "Wir können bereits sicher sagen, dass es sich dabei um ein Marschlager und nicht um ein Standlager handelt. Jetzt wird geprüft, ob das Lager mehrfach von den Römern genutzt wurde. Das kann durchaus sein." Aktuell seien täglich Experten vor Ort, um den Bereich zu untersuchen.

Details und weitere Informationen zur jetzigen Entdeckung und seiner wissenschaftlichen Bedeutung will der LWL in der kommenden Woche bekannt geben.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2020
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!