Das waren die Zwischenfälle bei der Nazi-Demo in Bielefeld

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Polizeisperre durchbrochen. - © Sarah Jonek
Polizeisperre durchbrochen. (© Sarah Jonek)

Bielefeld. Die Polizei zieht eine Zwischenbilanz der Nazi-Demo in Bielefeld und berichtet von mehreren Zwischenfällen an unterschiedlichen Orten in der Stadt.

Vor Beginn der Demonstrationen kam demnach eine Person einem Platzverweis der Einsatzkräfte nicht nach. Zur Durchsetzung des Platzverweises wurde sie in Gewahrsam genommen. Dabei wehrte sich die Person, wodurch ein Polizeibeamter verletzt wurde.

Polizeibeamter verletzt

Zwischenfall an der Weststraße. - © Sarah Jonek
Zwischenfall an der Weststraße. (© Sarah Jonek)

Eine weitere Person wurde laut Polizei festgenommen, nachdem die Polizeibeamten im Rahmen der Kontrolle feststellten, dass ein Haftbefehl bestand.

Nachdem sich der Aufzug der Partei "Die Rechte" an der Bahnhofsrückseite in Bewegung setzte, kam es zu folgenden kleineren Zwischenfällen auf dem Aufzugsweg:

An der Kurfürstenstraße, nahe der Mindener Straße, versuchten gegen 14 Uhr etwa 50 Personen eine Sperrstelle der Polizei zu durchbrechen. Die Polizeikräfte setzten Pfefferspray ein und konnten den Durchbruch verhindern. Sechs Personen wurden in Gewahrsam genommen.

100 Personen blockieren Nazi-Aufzug

An der Elsa-Brändström-Straße setzten sich gegen 14.10 Uhr etwa 100 Personen auf den Aufzugsweg und versuchten, diesen zu blockieren. Die Blockade wurde von der Polizei als gesonderte Versammlung qualifiziert. Der Aufzug der Partei "Die Rechte" konnte ohne Störung vorbeigeführt werden.

Sitzblockade an der Elsa-Brändström-Straße. - © Andreas Zobe
Sitzblockade an der Elsa-Brändström-Straße. (© Andreas Zobe)

Im späteren Verlauf durchbrach eine männliche Person in Höhe der Kunsthalle die Absperrung und versuchte dort erfolglos eine Fahne der Partei "Die Rechte" zu ergreifen. Dabei stürzte der Mann. Er wurde vor Ort nach Personalienfeststellung entlassen. Größere Störungen seien bis zum späten Nachmittag unterblieben.

Insgesamt wurden elf Personen von der Polizei in Gewahrsam genommen. Zudem wurden 14 Strafverfahren eingeleitet. "Unter anderem wurden gegen mehrere Personen Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot eingeleitet", hieß es von der Polizei.

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