Lippische Landes-Zeitung: Nachrichten aus Lippe, OWL und der Welt

Frauen-EM in England

Freigetestet: Klara Bühl darf Finale im Stadion erleben

Nationalstürmerin Klara Bühl darf die Corona-Quarantäne verlassen und das Europameisterschafts-Finale in Wembley zumindest als Zuschauerin erleben. Dies teilte der DFB vor dem Endspiel (18.00 Uhr MESZ/ARD und DAZN) gegen England mit.

Dass die 21-Jährige vom FC Bayern München auf keinen Fall zum deutschen Kader gehören werde, hatte Martina Voss-Tecklenburg bereits erklärt. «Sie ist aktuell symptomfrei. Sollte sie negativ getestet sein, kann sie auch ins Stadion», sagte die Bundestrainerin, verwies aber darauf, dass eine Rückkehr ins Team auch nach einem negativ verlaufenen Test auf das Coronavirus am Spieltag nicht mehr möglich sei: «Wir werden uns an das Protokoll der UEFA halten. Das bedeutet, dass erst medizinische Untersuchungen gemacht werden.»

In der deutschen Delegation löste die Nachricht von Bühls Rückkehr ins Stadion große Freude aus. Die Linksaußen war bis zu ihrem positiven Test beim Rekord-Europameister gesetzt und hatte das wichtige 1:0 in der Vorrunde gegen Spanien erzielt. Im Halbfinale gegen Frankreich (2:1) ersetzte die von Hoffenheim nach Wolfsburg wechselnde Jule Brand Bühl.

UEFA-Präsident Ceferin: Müssen in Frauenfußball investieren

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat indessen erneut weitere Investitionen in den Frauenfußball angekündigt.

«Wir müssen den Frauenfußball auf exakt dieselbe Weise entwickeln wie den Männerfußball», sagte Ceferin vor dem EM-Finale in England zwischen Deutschland und dem Gastgeber. «Wir müssen es auf einem technischen Level entwickeln, und wir müssen investieren. Vielleicht sollten einige Menschen damit anfangen zu denken, dass es sich lohnt, in den Frauenfußball zu investieren.»

Vor dem Finale hatte die UEFA insgesamt 487.683 Zuschauer bei den EM-Spielen gezählt - mehr als doppelt so viele wie beim bisherigen Rekord 2017 in den Niederlanden (240.055).

«Ich bin nicht sehr überrascht, ich wusste um die Qualität», sagte Ceferin. «Die Zahlen sind überragend, aber die größte Überraschung für mich sind die, die davon überrascht sind, dass der Frauenfußball auf einem solch hohen Level ist.»

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2026
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.