Lieferando bekommt Konkurrenz: Uber Eats startet jetzt in Bielefeld

Alexandra Buck

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Uber Eats will dem Platzhirsch Lieferando in Bielefeld Kunden abjagen. - © Uber Eats
Uber Eats will dem Platzhirsch Lieferando in Bielefeld Kunden abjagen. (© Uber Eats)

Bielefeld. Lieferando bekommt Konkurrenz in Bielefeld: Die Online-Plattform Uber schickt ihre Tochtergesellschaft Uber Eats ins Rennen. Ab sofort startet die Liefer-Plattform in Bielefeld.

Bei Essenslieferungen dominiert bislang mit Just Eat Takeaway jenes Unternehmen, in dem die Essenslieferanten Lieferando, Lieferheld, Foodora und McDelivery gebündelt sind, den Markt. Auch in Bielefeld sind viele Gastronomen unzufrieden mit den "hohen" Provisionsanteilen, die fällig werden, wenn man die Dienste von Lieferando in Anspruch nimmt. Etliche empfinden die Preise als Ausbeutung - und kommen doch nicht daran vorbei.

Besonders für kleine Restaurants interessant

Es lohnt sich also für Uber, in den Markt einzusteigen und Platzhirsch Lieferando in Bielefeld die Kunden abspenstig zu machen. Ab sofort ist Uber Eats auch in Bielefeld und Osnabrück verfügbar. Damit ist der Lieferservice allein in Nordrhein-Westfalen bereits in 12 Städten vertreten, in Niedersachsen sind es mit Osnabrück vier Städte. Nutzer können nun auch hier ihr Lieblingsessen über die Uber Eats- und die Uber-App bestellen. Damit ist Uber Eats in 35 Städten in Deutschland verfügbar; bis Jahresende sollen es mehr als 60 Städte sein.

Dabei sind besonders die kleinen Restaurants für Uber Eats interessant, die in der Regel mit eigenen Fahrern das Essen an die Kunden ausliefern. Sollte es Uber Eats gelingen, die Provisionen für die eigenen Lieferfahrten gering zu halten, könnte es also auch für kleinere Restaurants interessant sein, den Dienst zu nutzen. Denn diesen großen Bereich lassen Lieferando & Co. durch ihre hohen Provisionen derzeit weitgehend unangetastet.

Jeweils rund 30 Restaurants kooperieren zum Start in Bielefeld und Osnabrück mit Uber Eats und bieten ihre Gerichte auf der Plattform an.

Capvin und Glückspilz sind dabei

"Zusammen mit Uber Eats wollen wir zeigen, dass unsere Burger-Kreationen auch zu Hause oder im Park ein echtes Erlebnis sind”, sagt Selcuk Erdem, Geschäftsführer des Glückspilz in Bielefeld. "Der Start von Uber Eats gibt uns außerdem die Möglichkeit, viele neue Gäste mit unserer Küche in Kontakt zu bringen.” Außerdem sind in Bielefeld unter anderem dabei: Capvin by Vincenzo Capuano, Wilde Kuh, Hans im Glück, etliche Restaurants aus dem Loom, Lookma Berlin, The Good Hood, Veggie Delicious, Steki und Sonnenkind.

So funktioniert Uber Eats

Nutzer wählen ihre Gerichte über die App aus. Die Technologie im Hintergrund funktioniert im Prinzip wie bei Lieferando und verbindet die Restaurants mit den Kurieren und Kunden. Der Kunde kann in der App ebenfalls nachvollziehen, wie weit der Zubereitungsprozess fortgeschritten ist oder wo sich der Kurier gerade befindet. Bezahlt wird bargeldlos in der App, zum Beispiel mit Kreditkarte, per Apple Pay oder PayPal.

Über lokale Lieferfirmen und deren nach eigenen Angaben sozialversicherungspflichtig angestellte Kuriere stelle Uber Eats sicher, dass das Essen pünktlich und zuverlässig beim Nutzer ankommt. "Die Kuriere sind in der Regel mit Fahrrädern oder E-Bikes unterwegs. Die Lieferzeit von der Bestellung bis zum Kunden liegt bei Uber Eats weltweit im Durchschnitt bei unter 30 Minuten. Dies soll auch in Bielefeld und Osnabrück möglichst schnell erreicht werden. Einige Restaurants liefern das Essen auch mit eigenen Fahrern aus", heißt es in einer Pressemitteilung.

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