Aus Dr. Oetker wird in Russland Dr. Bakers

Martin Krause

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Die Zentrale des Dr. Oetker KG in Bielefeld. - © Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG
Die Zentrale des Dr. Oetker KG in Bielefeld. (© Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG)

Bielefeld/Moskau. Im April hatte der Bielefelder Nahrungsmittelkonzern Dr. Oetker den Rückzug aus Russland und den Verkauf der Landesgesellschaft an zwei bisherige Geschäftsführer angekündigt. Von dem Verkauf, bei dem auch das Oetker-Werk in Belgorod nahe der ukrainischen Grenze veräußert wurde, seien 150 Mitarbeiter betroffen, hieß es damals. „Dr. Oetker verurteilt die russische Invasion der Ukraine scharf", hieß es zur Begründung aus Bielefeld.

Im vergangenen September sei die Trennung jetzt abgeschlossen worden, meldete die „Lebensmittel-Zeitung". Die Gesellschaft firmiere nun in Moskau unter dem Namen „Dr. Bakers" und nutze zudem den Namen „Dr. Garant". Das Dr.-Bakers-Logo ähnelt dem Bericht zufolge dem Oetker-Logo: mit blauer Schrift auf einem rot umrandeten weißen Grund. Ein Oetker-Sprecher wollte sich zu dem Verkauf nicht weiter äußern.

Starbucks wird zu "Stars Coffee"

Ähnliche Namensänderungen haben auch andere Unternehmen erlebt, deren Mutterkonzerne sich aus Russland zurückgezogen haben: So hatte die US-Kaffeehauskette Starbucks ihre russlandweit 130 Filialen bereits im März 2022 geschlossen, kurz nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine.

Mitte August wurde in Moskau die erste der Filialen wieder neu eröffnet – unter dem neuen Namen "Stars Coffee". Und aus der Fast-Food-Kette McDonald's mit einst 850 Filialen in ganz Russland wurde einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge nach dem Verkauf an einen russischen Investor eine Kette namens "Vkusno & tochka" (zu deutsch "Lecker auf den Punkt").

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