Bielefeld. Asiatisch Einkaufen im ganz großen Stil bietet seit Mittwoch der neue Supermarkt namens Go Asia im Untergeschoss des Shopping-Centers Loom. „Auf unseren Social-Media-Kanälen wurden wir immer wieder gefragt, wann es denn endlich losgehe – jetzt sind wir da“, sagt Mariah-Lee Müller. Die Marketing-Chefin reiste zur Eröffnung der 63. Filiale der Supermarktkette mit dem Fokus auf Fernost extra aus Berlin an. Vier Wochen habe es gedauert, um die rund 7.000 Produkte auf den 800 Quadratmetern des Ladens zu verteilen. Das sei das Standardsortiment, wobei sich das Angebot durchaus regional unterscheide: „Wir freuen uns auf die Vorschläge unserer Kunden und greifen diese gerne auf“, erklärt die Fachfrau für geschmackvollen Kulturtransfer. Denn die ungebremst boomende asiatische Küche schafft spielerisch den Spagat zwischen frisch zubereiteten Speisen mit maximalem Nährstoffgehalt sowie dem beliebten Tüten-Trash für die kleine Mahlzeit zwischendurch. So startet der vitaminreiche Parcours durch den Supermarkt gleich an der großen Kühlschrankwand, in der Obst und Gemüse hinter Glas auf die Kunden warten. Dabei stellt die Auslage mit den vielen unterschiedlichen grünen Blättern den Laien vor fast unlösbare Probleme: Pak Choi, der Kohl, Ong Choi, der Spinat, Gong Choi, Hing Choi, das Kraut – Ngoc Vui Lay Zhan befreit aus dem Dilemma. Großer Non-Food-Bereich Die Verkäuferin kennt sich nicht nur aus, sondern präsentiert gleich ein passendes Rezept zum Gemüse und klärt Kundenwünsche unmittelbar am Smartphone: Ein Blick auf den Bildschirm genügt und sie streift mit der Trolleys ziehenden Einkaufsgruppe durch die Gänge zum richtigen Regal. Vorbei an der Wand mit Schüsseln und Schalen in verschiedenen Größen, die von Misosuppe über Ramen und Pho alles fassen. Vorbei an der Phalanx aus Reispaketen und Nudelpackungen. 500-Gramm-Sushi-Spezial oder doch lieber 18-Kilo-Family-Komplett? Dabei reiht sich eine Tiefkühltruhe an die andere. Die eine frostet Fisch in allen Varianten, in der nächsten frieren internationale Teigtaschen oder Dumplings vor sich hin. Mit Fleischfüllung, vegetarisch oder vegan. Da funktioniere es mit der Auszeichnung schon recht gut, sagt Müller, doch bei vielen Produkten in den Regalen fehle noch der Hinweis auf die vegane Art, aber das Team in der Zentrale in Berlin arbeite bereits an einer besseren Kennzeichnung. Wobei manche Produkte so populär sind, dass es keiner weiteren Erklärungen bedarf. Wie bei den Softdrinks: K-Pop-Ikonen promoten koreanische Limos, und die Helden aus Animes zieren die Fläschchen oder Dosen aus Japan. In Griffweite dazu befindet sich ein riesiges Sortiment an Snacks aus Seetang und Algen sowie Chips aus Shrimps wie Kartoffeln und dazu Tofu-Happen von sesamsüß bis höllenchillischarf. Das mache den Reiz des Ladens aus, sagt Müller, auch für sie gebe es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Ein Besuch der Homepage helfe dabei, den Überblick zu behalten, was gerade frisch ins Sortiment aufgenommen worden sei. Wie mittlerweile standardmäßig eine Reihe von fruchtigen Soju-Mixturen. Das koreanische Nationalgetränk, dessen Prozentzahl sich je nach Art der Destillation und Reinheit zwischen schnapsigen 30 bis likörlichen 12 Umdrehungen bewegt, erfreue sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit – kein Wunder, ähnelt die Trinkkultur durchaus dem heimischen Ex-und-hopp-Geproste. Kochstation für Pausen Ein wirkliches Novum neben den monatlichen Produkt-Verkostungen besteht in der kleinen Küchenzeile neben den Kassen: Dort können Hungrige gleich ihr Essen zubereiten: Entweder landet die Box in der Mikrowelle, oder fast kochend heißes Wasser wird in einen der Fertiggericht-Becher gegossen, oder die Kunden kaufen sich eine Mini-Induktions-Schale samt Stäbchen und kochen ihr Ramen-Gericht darin auf. Dafür gibt es eine eigene Kochstation. Und daneben eine Spüle plus Mülleimer.