Das sind die Regeländerungen zum LZ-Cup

Sebastian Lucas

Gelbe und rote Karten gibt es weiterhin: Trotzdem müssen sich Timo Frank-Sauerbier (links) und Andreas Grandt, die im Januar bei der LZ-Cup-Endrunde in der Lipperlandhalle pfiffen, mit leicht veränderten Regeln anfreunden. - © Vera Gerstendorf-Welle
Gelbe und rote Karten gibt es weiterhin: Trotzdem müssen sich Timo Frank-Sauerbier (links) und Andreas Grandt, die im Januar bei der LZ-Cup-Endrunde in der Lipperlandhalle pfiffen, mit leicht veränderten Regeln anfreunden. (© Vera Gerstendorf-Welle)

Kreis Lippe. Immer wieder ’was Neues: Die Aktiven und Zuschauer müssen sich für den Kick unter dem Hallendach mit Neuerungen anfreunden. Wir haben die wichtigsten Änderungen im Vorfeld der LZ-Cup-Vorrunde am Sonntag zusammengestellt und sie vom höchstpfeifenden lippischen Schiedsrichter Andreas Grandt (40, TuS Sonneborn) bewerten lassen.

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Grundlage sind die „Futsal-Light-Regeln" aus der vergangenen Wintersaison. Also: Sprungreduzierter Ball (Futsal-Ball), Einkicken statt Einrollen, Grätschverbot (am Mann im Strafraum = Neunmeter) sowie Ausführen von Freistößen und Eckbällen innerhalb von maximal vier Sekunden.

1. Die Torhüter dürfen wieder mitstürmen: Am meisten ändert sich für die Schlussleute. Sie dürfen auf dem kompletten Feld am Geschehen teilnehmen. Wenn der Keeper den Ball in der eigenen Hälfte mit der Hand oder dem Fuß kontrolliert, muss er diesen innerhalb von vier Sekunden abspielen – einschließlich eigener Torraum. In der gegnerischen Hälfte gilt das nicht. Andreas Grandt meint: „Finde ich super, durch die Vier-Sekunden-Regel sind wir gleichwohl zusätzlich gefordert."

2. Abwurf über die Mittellinie ist erlaubt: Bei Toraus darf der Keeper den Ball weiterhin nur werfen oder rollen, ab sofort auch über die Mittellinie. Grandt: „Weniger Diskussionen, zudem sind Konter einfacher möglich."

3. Fair-Play-Anstoß: Bei jedem Anstoß muss der Ball zunächst zu einem Gegenspieler und von diesem wieder zurück gespielt werden – beides kontrolliert.?Grandt: „Schön, dass es jetzt Vorschrift ist, eine kurze Aggressionsphase wird abgebaut."

4. Neuerung bei Rot: Bei einem Feldverweis reduziert sich ein Team nur noch für zwei Minuten, früher waren es drei. Der Spieler bleibt aber gesperrt.?Grandt: „Fürs Kampfgericht einfacher und nachvollziehbarer."

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