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Korbball

TuS Helpup sichert sich zum zweiten Mal den DM-Titel

Die TuS setzt sich mit der Frauenmannschaft in Sennfeld zum zweiten Mal nach 2012 die Krone auf

Sennfeld/Oerlinghausen-Helpup. Um 2 Uhr ist der „Party-Bus" der TuS Helpup am gestrigen Morgen wieder in der Heimat angekommen. „Es war total schön, aber sehr anstrengend", berichtete die ehemalige Abteilungsleiterin und TuS-Pressewartin Gudrun Echterhölter mittags im LZ-Gespräch. Nach 2012 setzte sich die Frauenmannschaft zum zweiten Mal die nationale Krone auf.

Neben der Korbball-Bundesliga-Mannschaft hatten, wie berichtet, auch die Jugend- und die Schülermannschaft die Qualifikation für die zweitägigen Deutschen Meisterschaften geschafft (siehe Info). Sie hatten zunächst mit dem Frauenteam um Trainerin Tanja Nedderhof und Fitnesscoach Kai Müller gefiebert und dann mitgejubelt. Denn: „Auch TG Schweinfurt und TuS Eisbergen zeigten ganz tollen Korbball, das war erste Klasse", lobte Echterhölter die Konkurrenten in Halbfinale und Endspiel.

Information

Bronze für AK-12-15-Schülterteam

Große Freude bei der Schülermannschaft der TuS Helpup. Das Team um die Trainer Ann Kathrin Lohmann und Marc Peters zog nach einem 7:4 gegen TuS Findorf ins Halbfinale ein. Vier Körbe erzielte Nele Peters. Hier musste sich das TuS-Team TSG Seckenhausen-Vahrenhorst mit 3:4 geschlagen geben. Im Spiel um Bronze ging es gegen Spvgg Hambach. 5:5 stand es nach regulärer Spielzeit, dann machten Nele Peters, Anna Löhr und nochmal Peters alles klar. Die Jugendmannschaft der TuS drehte erst im Spiel um Platz fünf auf – 16:3 gegen Honnefeld. Hanna Rottschäfer erzielte sechs Treffer.

In der Vorschlussrunde war es in Sennfeld bei Schweinfurt im westfälischen Duell gegen TuS Eisbergen zum „vorweggenommenen Finale" (Echterhölter) gekommen. Die Zuschauer sahen variantenreiche Angriffe sowie tolle Defensivleistungen auf beiden Seiten und erlebten Spannung pur. 1:1 stand es zur Pause, 4:4 nach 2x20 Minuten. Erst in der Verlängerung (2x5 min) machten die Lipperinnen den Sack zu – 6:5. Marina Geetzschmann war mit insgesamt vier Treffern zur Höchstform aufgelaufen, das 6:4 erzielte sie mit einem Wurf aus acht Metern. Das 5:4 war Janina Hörmann gelungen. Zudem traf Lea Marie Gaffron.

Im Endspiel ging es dann gegen Schweinfurt. TuS-Spielführerin Lisa Katlun hatte im LZ-Interview verraten, dass das Team am stärksten sei, „wenn alle gegen uns sind". Entsprechend ließ sich das Nedderhof/Müller-Team den Titel gegen die Gastgeber nicht mehr nehmen. Korbhüterin Lea Marie Gaffron wuchs mit drei eigenen Treffern und unglaublichen Abwehraktionen über sich hinaus. Nach einem tollen Start der TuS meldete sich TG Schweinfurt beim 5:5 wieder zurück. Doch diesmal netzte Marina Getzschmann sogar aus zehn Metern, und Gaffron machte mit dem 7:5 den Deckel drauf. „Dieses Endspiel zog die Besucher in ihren Bann", berichtete Gudrun Echterhölter.

Dabei war der Start der TuS in die Finalrunde holprig verlaufen. Zum Auftakt hatte sich Helpup nur mit 6:5 gegen Thedinghausen durchgesetzt (Katlun 2, Getzschmann, Hörmann, Krull, Wellen). TSV Thedinghausen hatte in der Nordstaffel der Bundesliga „nur" den dritten Rang belegt. Es folgte ein 6:3 für den Süd-Meister aus Lippe gegen Oldenbroker TV (Krull 3, Katlun, Wellen, Getzschmann). Britta Krull, Lisa Katlun, Miriam Ertel und die beiden Trainer waren vor vier Jahren bereits dabei. Auf seinen Briefkopf kann der Verein nun „Deutscher Korbball-Meister 2012 und 2016" setzen.

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