LZ-Cup der Frauen findet zum ersten Mal statt

Sebastian Lucas

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Vor 3.700 Zuschauern hat sich der FC Donop-Voßheide im Januar die Lippische Hallenfußball-Meisterschaft gesichert. Hier duelliert sich Milena Szymkowiak (Donop-Voßheide) mit Torhüterin Nancy Oldenburg (TSG Holzhausen-S.). - © Paul Cohen
Vor 3.700 Zuschauern hat sich der FC Donop-Voßheide im Januar die Lippische Hallenfußball-Meisterschaft gesichert. Hier duelliert sich Milena Szymkowiak (Donop-Voßheide) mit Torhüterin Nancy Oldenburg (TSG Holzhausen-S.). (© Paul Cohen)

Kreis Lippe. Neben dem LZ-Cup der Männer, der in diesem Jahr zum 14. Mal stattfindet, gibt es ab sofort auch den LZ-Cup der Frauen. Dazu haben sich die Verantwortlichen der FuL-Kreise Lemgo und Detmold sowie Vertreter dieser Zeitung entschlossen. Damit rückt der Frauenfußball in der Region noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit.

Landrat Dr. Axel Lehmann, der bisher den Landrat-Pokal gestiftet hatte, sowie LZ-Marketingabteilung und -Sportredaktion verständigten sich auf diesen gemeinsamen Weg, der das so erfolgreiche Turnier noch weiter nach vorne bringen soll. Lehmann zieht sich als Partner des Frauen-Cups keinesfalls zurück, sondern unterstützt die Entwicklung weiter, indem er sich auch künftig finanziell beteiligt und den Pokal überreichen wird.

Information

Anmeldung bis zum 13. November

Für die Vorrunde der Frauen, die am Sonntag, 15. Januar 2017, in der Augustdorfer Witex-Halle ausgetragen wird, haben sich bisher 14 Frauenfußball-Mannschaften angemeldet. Christa Remmert (FuL-Kreis Detmold) und Bernhard Brandt (Lemgo) hoffen, dass noch Teams dazu kommen. Meldeschluss ist der 13. November.

Die Verantwortlichen gehen damit den nächsten Schritt. Im Januar dieses Jahres hatten sie das Endspiel der Lippischen Hallenfußballmeisterschaften erstmals in die Finalrunde der Männer eingebunden. „Das war toller Frauenfußball", hatte Dr. Axel Lehmann die Darbietungen des FC Donop-Voßheide und TSG Holzhausen-Sylbach gelobt. Der spätere Westfalenliga-Aufsteiger Don-Voss setzte sich vor 3.700 Zuschauern in der pickepackevollen Lipperlandhalle mit Trainer Ivan Maros an der Spitze mit 3:0 durch. Mit schlotternden Knien waren die Spielerinnen der beiden Finalisten vor der Begegnung in den abgedunkelten Handball-Tempel eingelaufen. Marina Heidebrecht, Melanie Gutsch und Milena Szymkowiak markierten anschließend die Tore für den Favoriten. Dirk Seidlitz, Manager des FC Donop-Voßheide, lobte den LZ-Cup anschließend in den höchsten Tönen und bedankte sich für den Schritt, das Finale im Rahmen der Finalrunde der Männer austragen zu dürfen: „Diese Partie hat den Frauenfußball um Jahre nach vorne gebracht."

Mit der Umbenennung zum „LZ-Cup der Frauen" geht eine weitere Veränderung einher: Neben dem Endspiel finden in diesem Winter auch die beiden Halbfinalbegegnungen in der Lemgoer Lipperlandhalle statt. Damit dürfen sich vier Frauenteams vor einer riesigen Zuschauer-Kulisse präsentieren. Genauso wie bei den Männern ist bei den Vorschlussrunden-Begegnungen eine Spielzeit von 1x15 Minuten vorgesehen, die beiden Endspiele gehen jeweils über 2x10 Minuten ohne Verlängerung. Gibt es nach der regulären Spielzeit keinen Sieger, folgt direkt ein Neunmeterschießen.

Der Zeitplan für Sonntag, 22. Januar, sieht vor, dass die Endrunde um 10 Uhr mit den zwölf Finalisten (drei Gruppen mit je vier Teams) der Männer beginnt, ab 15.30 Uhr steht das erste Halbfinale der Frauen an, ab 15.50 Uhr soll die Runde der letzten Vier bei den Männern beginnen. Die Endspiele sind für 16.55 Uhr (Frauen) und 17.12 Uhr (Männer) vorgesehen.

97 Prozent der Detmolder sagen zu

Der LZ-Cup erfreut sich weiter sehr großer Beliebtheit. Laut Lutz Diekjobst, Pokalspielleiter des FuL-Kreises Detmold, nehmen – mit Ausnahme des TSV Rischenau, der seit Jahren absagt – in diesem Winter alle Vereine aus seinem Beritt teil. 36 Teams ließen die Möglichkeit, sich bis Ende Oktober abzumelden, verstreichen. Das entspricht einer Quote von mehr als 97 Prozent. Positive Signale gibt es laut FuL-Kreis-Chef Werner Fritzensmeier auch aus Lemgo, hier können sich die Vereine noch bis zum 15. November von den Kreismeisterschaften abmelden.

Weiter als die Detmolder Kollegen sind die Lemgoer bei den Ausrichtern. In der Vorrunde am Sonntag, 18. Dezember, zeichnen SC Bad Salzuflen (Halle Aspe), TuS Bexterhagen (Leopoldshöhe), TuS Almena (Bösingfeld) und SG Kalldorf (Hohenhausen) verantwortlich. Die Zwischenrunde übernimmt der SV Werl-A. am Sonntag, 8. Januar, in Aspe.

Im FuL-Kreis Detmold rollt der Ball zunächst in Lage, Bad Meinberg, Lügde sowie in der DBB-Halle in Detmold. An der Wittekindstraße ermitteln die Detmolder dann auch ihre sechs Finalisten. Die Ausrichter legt Diekjobst in Kürze fest. An die Seite ihrer männlichen Kollegen rücken die Frauen bereits am Montag, 5. Dezember, ab 18 Uhr im Medien Centrum Giesdorf. Dann finden im Hause der LZ die Vorrunden-Auslosungen statt. Aus zwei nagelneuen Pokalen werden die Teams dann in drei Runden (Detmold, Lemgo, Frauen) gezogen. Denn: Nach seinem dritten Triumph darf der Post-TSV Detmold den Wanderpokal für immer behalten.

Für die Frauen geht es erstmals um einen LZ-Pokal, der Cup des Landrats aus 2016 bleibt beim FC Donop-Voßheide.

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