Amsterdam/München/Kreis Lippe. Wer kennt es nicht, das Partylied „Traum von Amsterdam“ von Axel Fischer?! Auf den Weg in die niederländische Hauptstadt machten sich die Schiedsrichter Thomas Gerbrandt, Timo Franz-Sauerbier sowie Spieler Armin Kielsmeier und Obmann Waldemar Peters vom FC Unteres Kalletal, um das EM-Spiel des Frank-de-Boer-Teams gegen die Ukraine zu verfolgen. Damit erfüllte sich das Quartett den Traum, doch noch live bei der Fußball-Europameisterschaft dabei zu sein. Die Pivitsheider Thomas von Strünck und Michael Grundmann sahen in München das 0:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich in der Allianz-Arena. Amsterdam Für das Quartett des FC UK begann die EM-Geschichte bereits 2019, als es sich für sechs Spiele der Europameisterschaft 2020 bewarb. „Jeweils drei in München und in Amsterdam“, berichtet Timo Franz-Sauerbier. Den Zuschlag gab es für die Partie Niederlande gegen Ukraine in Amsterdam. Doch die Geschichte ist bekannt: Corona stellte das Leben auf den Kopf, und die EM 2020 findet erst ein Jahr später statt – mit deutlich weniger Zuschauern: Knapp 16.000 statt 54.000 Besucher dürften in die Johan-Cruyff-Arena. „Wir hatten also Glück, dass unsere Tickets ihre Gültigkeit behielten“, so Timo Franz-Sauerbier. Am Freitag reiste die „UK-Truppe“ in die Niederlande, ein PCR-Test war nicht mehr nötig. Für den Zutritt zum Stadion musste sich das Quartett aber auf Covid 19 testen lassen: „Mit dem QR-Code durften wir erst das Stadion-Gelände betreten, auch die Tickets zeigten die Besucher per App vor.“ Und die Nordlipper sahen ein spektakuläres Fußballspiel: Zur Pause stand es 0:0, dann legten Wijnaldum und Weghorst für die Elftal vor, Yaremchuk glich mit einem Doppelpack innerhalb von vier Minuten aus, und dann zwang Dumfries die Ukraine doch noch in die Knie (85.). Timo Franz-Sauerbier: „Noch nie zuvor hatte es eine EM-Partie gegeben, die zur Pause 0:0 stand und dann noch fünf Tore fielen.“ Die Schiedsrichter Thomas Gerbrandt und Timo Franz-Sauerbier freuten sich auch über die gute Leistung des deutschen Schiedsrichter-Gespanns um den Münchener Dr. Felix Brych: „Er kam mit nur einer Gelben Karte aus.“ Und: „Nach so langer Lockdown-Zeit war es mal wieder schön, ins Stadion zu gehen, auch wenn mehr als jeder zweite Platz frei blieb.“ München Erst ging es zum Tegernsee, dann in die Allianz-Arena nach München. Ereignisreiche Tage liegen hinter Thomas von Strünck und Michael Grundmann aus Pivitsheide. „Am Tegernsee haben wir tolle Bedingungen für ein Trainingslager mit dem Post-TSV gesehen“, meinten die Verantwortlichen des Stadtklubs mit einem Schmunzeln. Von Strünck ist Vorsitzender des Post-TSV, Grundmann Obmann. Höhepunkt der Tour war die Partie Deutschland gegen Frankreich. „Ein rundum tolles Erlebnis, die Organisation war top, wir saßen direkt am Spielfeldrand. Nur das Ergebnis passte nicht“, so Grundmann, der zu dem Eigentor von Hummels meinte: „Sehr unglücklich, aber diese Szene entschied das Spiel.“ Beide drücken nun für die Partie gegen Portugal die Daumen. Dann sitzen sie im Deutschland-Dress vor dem TV.