Was für eine Sportwoche liegt da hinter uns? Klein ärgert groß. Lediglich sechs Erstligisten, dafür aber acht Zweitligisten, haben den Sprung ins DFB-Pokal-Achtelfinale geschafft. Der FC Bayern blamiert sich beim Drittligisten 1.FC Saarbrücken bis auf die Knochen und feiert drei Tage später mit 4:0 in Dortmund eine grandiose Wiederauferstehung. Herrlich, verrückter Fußball. Auf der anderen Seite schlägt der Größenwahn eines gewissen Herrn Infantino, der ganz raffiniert die WM 2034 nach Saudi-Arabien verschachert hat, bis auf die Fußball-Basis durch. Aber auch auf lokaler Ebene müssen sich Fußball-Funktionäre, die sich zum Teil seit Jahrzehnten mit viel Herzblut für ihren Sport einsetzen, immer wieder neu hinterfragen, ob sie im schwierigen Spannungsverhältnis zwischen Nähe und Distanz die Neutralität wahren. Wer diverse Ämter sowohl auf Kreisebene als auch im Verein bekleidet, steht immer unter Beobachtung. Werte wie Fairness und Respekt dürfen dabei nicht vermischt werden. Neutralität ist häufig ein schwerer Spagat.