Detmold. Im zweiten Teil des Rückblicks auf die Hinserie der Fußball-Kreisliga A Detmold gibt es einen Blick in die Lager der Verfolger. TuS WE Lügde Nach drei Jahren im Bezirk mussten die Südostlipper im Sommer in den sauren Abstiegsapfel beißen. Die Enttäuschung saß tief – das merkte man trotz guter Vorbereitung auch in der ersten Saisonhälfte. „Mit sechs neuen Gesichtern im Team haben wir eine steile Lernkurve durchgemacht. Wir hatten Matches dabei, die wir nie hätten verlieren dürfen“, erzählt TuS-Coach Arthur Wiebe. Nach zehn Spielen steckten die Eichen im Mittelfeld fest. Die Bilanz: fünf Siege und fünf Niederlagen. Die große Wende kam am 29. Oktober. Als Außenseiter fuhr Lügde zum Mitabsteiger SG Hiddesen-Heidenoldendorf. Das Spiel wurde nach einer starken und klugen Leistung 1:0 gewonnen. Mit diesem Spiel wurden bis zur Winterpause stolze vier Siege und ein Remis gegen den Spitzenreiter aus Schlangen eingefahren. „Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, hat gepasst. Die Pause kam leider für uns zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt“, sagt Wiebe. Das Auftaktprogramm nach der Pause hat es in sich. „Mit Belle-Cappel-Leopoldstal und dem TSV Horn haben wir gleich Topteams vor der Brust. Ich bin überzeugt, dass diese Spiele richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf sind“, so Wiebe. In der Pause ist Jan-Luca Thiele zu seinem Heimatverein SG Sabbenhausen/Elbrinxen/Falkenhagen gewechselt. Trainer Arthur Wiebe verlängerte seinen Vertrag und steht somit auch in der nächsten Saison an der Seitenlinie beim TuS. TuS Kachtenhausen In beeindruckender Weise (28 Siege, 2 Remis) stieg der TuS Kachtenhausen in die A-Klasse auf . Auch im Kreisoberhaus rocken die Mannen um Alexander Rau die Liga. Am Haferbach war man sogar gut zwei Jahre ungeschlagen. Am 19. November, kurz vor der Winterpause, riss die Serie mit einem unglücklichen 0:2 gegen den TSV Horn. „Zum Ende der Hinrunde wurde die Luft schon ein wenig knapper für uns, weshalb die Partien gegen den SV Diestelbruch-Mosebeck mit 0:4 und TSV Horn mit 0:2 verloren gingen. Im Großen und Ganzen sind wir aber sehr zufrieden. Denn fünf Siege in Folge zwischendurch als Neuling schafft auch nicht jeder“, freut sich TuS-Obmann Andree Köhler. In der Rückrunde will Kachtenhausen noch effektiver werden. „Wir lassen oftmals noch zu viel liegen. Mit einem einstelligen Tabellenplatz wären wir am Ende sehr zufrieden. Je kleiner die Zahl, um so besser“, blickt Köhler zuversichtlich in die Zukunft. Post-TSV Detmold II Nach einer soliden Hinrunde befindet sich Post im oberen Tabellendrittel. Highlights waren die klaren Erfolge gegen SF Oesterholz-Kohlstädt 7:0, das 6:3 beim TuS Horn-Bad Meinberg und das 6:1 daheim gegen Hörste. „Wir haben deutlichen Abstand zu den Abstiegsplätzen, das ist erst mal das Wichtigste. Leider wurde keines der Spiele gegen die Top-Teams gewonnen. Das ist ärgerlich, zumal wir oft auf Augenhöhe waren und es am Ende nur an Nuancen fehlte. Daran müssen und werden wir arbeiten“, sagt Post-TSV II-Coach Tobias Gatzke. Nägel mit Köpfen wurden während der Pause in der Trainerfrage gemacht. Tobias Gatzke und sein Co-Trainer Dimitri Block haben über die Saison hinaus ihre Verträge verlängert. SG Hiddesen-Heidenoldendorf Nach dem Bezirksliga-Abstieg wurde das Saisonziel mit „oberes Tabellendrittel“ recht vorsichtig kalkuliert. Bis Mitte Oktober sah es nach fünf Siegen und vier Remis sogar danach aus, ein Wörtchen um den sofortigen Wiederaufstieg mitzureden. „Leider haben uns im weiteren Verlauf immer wieder Verletzungen und Krankheiten zurückgeworfen, uns mit einer Stammformation einzuspielen. Unser Coach Noah Kükenhöner, der überragende Arbeit leistet, war ständig gefordert, am Spieltag Kaderveränderungen vorzunehmen“, erzählt SG-Obmann Lütfi Soylu. Der Rückstand zum Spitzenreiter Schlangen beträgt bereits zehn Zähler. „Der Zusammenhalt von Trainer und Mannschaft ist klasse. Wir wollen hier etwas Neues bewegen, und in der Rückrunde noch das Bestmögliche herausholen“, so Soylu weiter.