Minerva Hase und Nikita Volodin müssen bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft im britischen Sheffield um die Titelverteidigung bangen. Das deutsche Top-Paar zeigte wenige Wochen vor den Olympischen Spielen ein solides, aber kein perfektes Kurzprogramm und belegt mit 74,81 Punkten Platz zwei. «Wir waren heute schon nervös, würde ich sagen», meinte Hase. Man habe «wacklige Beine» gespürt, so die 26-Jährige weiter.
In Führung liegen die Georgier Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (75,96 Punkte). Dritter sind Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko (73,32) aus Ungarn vor dem zweiten deutschen Duo Annika Hocke/Robert Kunkel (65,47).
Die Vizeweltmeister Hase/Volodin mussten bei dem Kurzprogramm, das den EM-Auftakt bildete, als letztes Paar aufs Eis. Beim dreifachen Salchow stützte sich Hase auf dem Eis ab. Die Chance auf die Titelverteidigung hat das Duo aber aufrechterhalten. Die Medaillenentscheidung fällt in der Kür am Donnerstag (ab 20.00 Uhr).
EM als Zwischenstation auf dem Weg zu Olympia
Hase/Volodin erhielten damit einen kleinen Dämpfer in der Vorbereitung auf Olympia in Italien. Die EM ist der letzte Härtest, bevor es in fast genau einem Monat bei den Winterspielen in Mailand um Edelmetall geht.
«Wir haben danach noch mal drei Wochen Trainingszeit, die wir nutzen können, um noch mal Kleinigkeiten anzupassen», hatte Hase, die mit Volodin auch beim Saisonhöhepunkt zu den Goldkandidaten zählt, vor der EM gesagt.