Knapp zwei Wochen vor den Olympischen Winterspielen hat Sprinterin Sophie Warmuth beim Heim-Weltcup der Eisschnellläufer in Inzell für einen Achtungserfolg gesorgt. Die 23 Jahre alte Erfurterin lief über 500 Meter in 37,61 Sekunden auf Rang zwei und erstmals in einem Einzelrennen aufs Weltcup-Podest. Ihr bislang bestes Resultat war Platz vier im vorigen Dezember im norwegischen Hamar.
Schneller beim letzten Weltcup der Saison war nur die Polin Kaja Ziomek-Nogal in 37,25 Sekunden. Die niederländischen Top-Läuferinnen Femke Kok und Jutta Leerdam, die zum Auftakt am Freitag Erste und Zweite geworden waren, waren am Schlusstag nicht am Start.
Sonnekalb verliert Top-Duell deutlich
Weniger erfolgreich verlief die olympische Generalprobe für Finn Sonnekalb. Deutschlands Hoffnungsträger für die Rennen in Mailand hatte am Samstag das Kräftemessen mit US-Star Jordan Stolz deutlich verloren. Im direkten Duell war der 18-jährige Erfurter über 1.000 Meter 1,29 Sekunden langsamer als der Weltrekordler. Während der 21 Jahre alte siebenmalige Weltmeister in der Bahnrekordzeit von 1:06,83 Minuten gewann, wurde Sonnekalb in 1:08,12 Minuten Elfter.
Der Erfurter, vor zwei Jahren dreimaliger Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Jugendspielen, hatte zu Saisonbeginn für Furore gesorgt. Beim Weltcup in Salt Lake City (USA) hatte er in 1:06,48 Minuten über 1.000 Meter und in 1:41,33 Minuten über 1.500 Meter jeweils deutsche Rekorde aufgestellt.
Zudem war er sowohl in Salt Lake City als Dritter und im kanadischen Calgary als Zweiter jeweils über 1.500 Meter sowie in Heerenveen über 1.000 Meter dreimal aufs Weltcup-Podest gelaufen.
Sonnekalb als Medaillenhoffnung
Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo vom 6. bis 22. Februar gilt Sonnekalb als Medaillenkandidat. Die letzte deutsche Olympia-Medaille im Eisschnelllauf hatte es bei den Spielen 2010 in Vancouver gegeben.