Egal ob Hobbyfotograf, Heimgärtner, Sterngucker oder einfach nur Astro-Fan - im Alltag kann es nützlich sein, den Mondkalender zu kennen. Wenn der Trabant bei Neumond nicht so hell strahlt, sind Sternbilder am Nachthimmel klarer zu sehen und besondere Ereignisse wie der Super-Vollmond eignen sich ebenfalls als Fotomotiv.
Zudem werden den verschiedenen Mondphasen besondere Kräfte nachgesagt. So gibt die Astrologie Tipps, bei welchem Mondstand man sich die Haare schneiden lassen sollte oder wann welche Pflanze in die Erde gesetzt werden kann.
Im Mondkalender sind alle Mondphasen - Neumond, zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond und der Halbmond - verzeichnet. Auch besondere Tage wie der Super-Vollmond sind angegeben. Eine Mondphase dauert im Durchschnitt 29,5 Tage - somit treten Neumond und Vollmond etwa einmal im Monat auf. Wann die nächsten Vollmonde und Neumonde sind und alle weiteren wichtigen Fragen zum Mondkalender hat nw.de in einer Übersicht zusammengetragen.
Mondkalender 2023: Wann ist der nächste Vollmond?
2023 ist ein ungewöhnliches Vollmond-Jahr. Normalerweise lässt sich dieses Phänomen nur einmal im Monat beobachten, im August 2023 ist das anders. Sowohl am 1. als auch am 31. August ist jeweils ein groß und hell erleuchteter Mond am Himmel zu sehen. Es kommt zum sogenannten Blue Moon - einem zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats. Das Jahr 2023 hat also gleich 13 Vollmonde.
Weitere besondere Vollmond-Tage 2023:
Halbschatten-MondfinsternisPartielle MondfinsternisSupervollmond
Ausblick: Wann ist Vollmond 2024, 2025 und 2026?
Auch für die Jahre 2024, 2025 und 2026 steht bereits fest, wann ein Vollmond am Himmel erscheint. 2025 kommt es zudem zu einer totalen Mondfinsternis - und das gleich doppelt. Sowohl am 14. März als auch am 07. September durchquert der Mond den Erdschatten und ist auf unserem Planeten nur sehr dunkel zu sehen. In Deutschland lässt sich aber nur die zweite totale Mondfinsternis gut beobachten. Die erste ist hierzulande nur als partielle Finsternis wahrnehmbar.
Mondkalender 2023: Wann ist der nächste Neumond?
Mit dem Neumond beginnt jedes Mal der neue Mondzyklus. Ein Mondzyklus dauert durchschnittlich 29,5 Tage - somit findet auch annähernd jeden Monat einmal der Neumond statt. 2023 lassen sich, anders als beim Vollmond, zwölf Neumonde beobachten. Ein besonderes Ereignis findet am 2. August statt. Dann kommt es zum sogenannten Superneumond. Trabant und Erde trennen um genau 7.52 Uhr nur 357.311 Kilometer voneinander. Dann sind sich Mond und Erde so nah wie sonst nie im Jahr 2023.
Ausblick: Wann ist Neumond 2024, 2025 und 2026?
Ohne Neumond gibt es keine Sonnenfinsternis. Dieses Phänomen findet auch in den Jahren 2024, 2025 und 2026 statt, allerdings oftmals nicht über dem Himmel von Deutschland. Die totale Sonnenfinsternis am 12. August 2026 lässt sich hierzulande beispielsweise nur als partielle Finsternis beobachten. Sie beginnt um 17.34 Uhr und endet um 21.57 Uhr. Zur maximalen Verdunklung kommt es gegen 19.46 Uhr.
Welchen Einfluss haben die Mondphasen?
Dass der Mond mit seiner Gravitationskraft einen Einfluss auf unsere Erde ausübt, steht außer Frage. So beeinflusst er beispielsweise die Gezeiten und sorgt damit für Ebbe und Flut. Einige andere Mythen, die sich um den Mond ranken, sind hingegen noch nicht wissenschaftlich belegt.
So soll der Vollmond beispielsweise für weniger erholsamen Schlaf und nach einem Haarschnitt für volles und kräftiges Haar sorgen. In der Astrologie wird dem Mond in Verbindung mit den Tierkreiszeichen (Sternzeichen) ebenfalls ein Einfluss auf den Lebenszyklus nachgesagt.
Mondphasen in der Astrologie - Wann am besten die Haare schneiden?
Für den einen klingt es verrückt, für die anderen ist es eine feste Tradition: das Haareschneiden zu bestimmten Mondphasen. Auf diversen Internetseiten mit astrologischem Hintergrund wird dargestellt, wie die verschiedenen Mondphasen das Haarwachstum beeinflussen.
Abnehmender Mond:Vollmond:Neumond:Zunehmender Mond:
Gärtnern nach dem Mond - Was sollte wann gepflanzt werden?
Die Astrologie gibt nicht nur Tipps zum Haareschneiden, sondern leitet aus dem Mondstand zu den Sternbildern auch die idealen Tage zum Pflanzen, Säen und Ernten ab. Die astronomischen Sternbilder werden in der Astrologie auch als Sternzeichen bezeichnet. Beim Gärtnern nach dem Mond geht man davon aus, dass der Mond die Kräfte des jeweiligen Sternbilds, in dem er steht, auf die Erde ableitet.
Diese "Kräfte" sind unterteilt in die vier Elemente: Feuer, Erde, Luft und Wasser. Jedes Element begünstigt das Wachstum einer bestimmten Pflanzengruppe (Fruchtpflanzen, Wurzelpflanzen, Blütenpflanzen und Blattpflanzen). Zudem sind jedem Element drei Sternbilder zugeordnet, die einmal im Monat zum Tragen kommen.
Demnach wird jedes Element dreimal im Monat durchlaufen. Vom Stand des Mondes zu den Sternenbildern wird also abgeleitet, wann welche Pflanzen am besten gesät, umsorgt und geerntet werden. Und welche Tage ungünstig für die Gartenarbeit sind.
- Fruchttage (Feuer - Löwe, Widder, Schütze): An den Fruchttagen begünstigt der Mond die Wärme auf der Erde. Fruchtpflanzen mit oberirdischen Früchten, etwa Obstbäume, Tomaten, Paprika, Kürbisgewächse, aber auch Getreide und alle Beerensorten sollten an diesen Tagen gepflanzt, gepflegt oder geerntet werden.
- Wurzeltage (Erde - Jungfrau, Stier, Steinbock): Wurzeltage fördern die Bildung von Wurzeln bei Wurzelpflanzen mit unterirdischen "Früchten", so zum Beispiel bei Karotten, Rote Beete, Kartoffeln, Rettich, Zwiebeln oder Knoblauch.
- Blüten- und Samentage (Luft - Waage, Zwilling, Wassermann): Diese Tage sind günstig für die Blüten- und Samenbildung bei Blütenpflanzen. Daher sollten unter anderem Blütenstauden, Zimmerpflanzen und auch Zwiebel- und Knollenpflanzen, etwa die Tulpe, der Krokus und die Hyazinthe, an diesen Tagen gehegt werden.
- Blatttage (Wasser - Skorpion, Krebs, Fische): Blatttage sind ideal für die Blattbildung. Zu den Blattpflanzen zählen zum Beispiel Kohl- und Salatarten sowie Kräuter und einige Gemüsearten wie Spinat oder Spargel.