Washington. Dicke Luft herrscht im Strafprozess gegen Donald Trump seit der ersten Minute. Der Ex-Präsident fühlt sich von der Justiz in New York misshandelt. Die Mimik des 77-Jährigen während der Auswahl der Geschworenen sprach Bände. Jetzt tauchen in sozialen Medien Berichte auf, wonach das Schweigegeld-Verfahren um den Porno-Star Stormy Daniels Trump mächtig auf den Darm geschlagen sein soll. Sprich: Blähungen.
Wie der Journalist Ben Meiselas, Mitbegründer des Portal „MeidasTouch“ unter Berufung auf „glaubwürdige Quellen“ berichtet, sollen dem in der Verhandlung nach Angaben von Zuschauern mehrfach weggenickten Ex-Präsidenten mehrfach Fürze entwichen sein. Todd Blanche und Emil Bove, seine links und rechts neben ihm sitzenden Verteidiger, sollen „mit dem Geruch zu kämpfen haben“, der als „faulig“ beschrieben wird.
George Conway, Ex-Ehemann von Trumps früherer Top-Beraterin Kellyanne Conway, bestätigt mit Verweis auf eigene Quellen den Sachverhalt, für den es bisher keine offizielle Bestätigung des Gerichts gibt. Trump selber oder sein Sprecher haben sich bisher nicht geäußert.
Trump hatte in der Vergangenheit mit Blähungen zu kämpfen
Weil Trump in diesem Zusammenhang nicht zum ersten Mal auffällt, stößt der Vorgang in sozialen Medien in den USA auf gewaltige Resonanz. Hashtags wie #TrumpSmellsLikeAss, #StinkyDon und #DonFartleone liegen auf dem Portal X (früher Twitter) seit Freitagnacht im Trend und lösen erhebliche Kreativität aus. In diversen Memes wird das „Farting“-Problem als Trumps Gegen-Reaktion auf den richterlichen „Maulkorb“ (gag order) aufgespießt, der ihm fortwährende Beleidigungen der Justiz untersagt.
Trump hatte im Februar 2018 bei einer Presse-Konferenz im Weißen Haus, in der es um Schusswaffen-Gewalt ging, vor laufender Kamera hörbare Blähungen. Die damals neben ihm sitzende demokratische Senatorin Diane Feinstein reagierte pikiert. Auch bei einem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Erdogan im Weißen Haus soll es einen Zwischenfall gegeben haben. Als Hinweis wurde das irritierte Verhalten der Übersetzer gewertet, die hinter den Staatsmännern saßen.
Ende vergangenen Jahres berichtete der frühere republikanische Kongress-Abgeordnete Adam Kinzinger, dass Trump von einem penetrant unangenehmen Körpergeruch umgeben sei. „Die beste Art, es zu beschreiben ist: Nimm Achselhöhlen, Ketchup, einen Hintern und Schminke, stecke alles in einen Mixer und fülle es in Parfüm-Flaschen ab.“ Kinzinger, ein erbitterter Gegner des Ex-Präsidenten, gab diesen Rat: „Trage eine Maske, wenn du kannst.“ In den 80er-Jahren soll Trump aus dem bekannten New Yorker Steakhaus „Keene“ geworfen worden sein, weil sich Gäste über seinen Körpergeruch beschwert haben.