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Handelsabkommen

US-Deal mit Taiwan soll mehr Chipwerke nach Amerika bringen

Taiwanische Chip-Konzerne sollen als Teil eines Handelsabkommens mindestens 250 Milliarden Dollar in den USA investieren. Zudem werde Taiwan Kreditgarantien für weitere mindestens 250 Milliarden Dollar (215 Mrd Euro) an Investitionen bereitstellen, teilte das US-Finanzministerium mit. Mit dem nach monatelangen Verhandlungen geschlossenen Abkommen fallen die US-Zölle für Waren aus Taiwan von zuletzt 20 auf 15 Prozent.

Für die USA haben die Chip-Investitionen strategische Bedeutung. Die modernsten Halbleiter der Welt - sowohl für Smartphones als auch für KI-Rechenzentren - werden fast ausschließlich vom Auftragsfertiger TSMC in Taiwan produziert.

Angst vor Chip-Engpässen

Im Westen ist die Sorge groß, dass geopolitische Spannungen mit Peking um Taiwan zu einer Versorgungskrise bei Chips führen könnten, die viele Branchen treffen würde. Deswegen wird schon seit Jahren versucht, mehr Chip-Produktion in den USA und Europa anzusiedeln. Das lief bisher eher schleppend. Dabei waren Chip-Engpässe wegen sprunghaft gestiegener Nachfrage zu Beginn der Corona-Krise ein Weckruf für viele Länder.

Lutnick: Gesamte Lieferkette kommt

Handelsminister Howard Lutnick sagte nun, dass als Ergebnis des Handelsabkommens die gesamte Chip-Lieferkette in den USA nachgebaut werden solle. «Wir werden das alles rüberbringen - und autark bei der Fähigkeit werden, Halbleiter zu produzieren.»

Die Chip-Industrie hatte einst ihre Wiege im Silicon Valley in den USA - wanderte aber über Jahrzehnte mehr und mehr nach Asien ab. Halbleiter-Produktion in den Westen zurückzubringen ist auch deshalb schwierig, weil inzwischen große Teile der Lieferkette der Branche ebenfalls in Asien verankert sind.

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