Der Trend zu mehr Teilzeitbeschäftigung in Deutschland hält an. Obwohl die Steigerung von 28 Prozent Beschäftigten in Teilzeit im Jahr 2018 zu 31 Prozent in 2023 nicht als bahnbrechend zu bezeichnen ist, beschreibt es dennoch einen sich langsam entwickelnden Trend.
Noch immer sind es überwiegend Frauen, die der Kinder wegen bei der Arbeit kürzertreten. Im Jahr 2023 gingen 67 Prozent aller Mütter mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren einer Teilzeitbeschäftigung nach, in OWL ist der Anteil stellenweise sogar noch höher. Hier ist die Politik gefordert, beim Thema Kinderbetreuung Angebote zu schaffen, damit Frauen nicht durch äußere Umstände dazu gezwungen sind, ihre Arbeitsstunden zu reduzieren.
Doch auch die kontinuierlich wachsende Zahl jener, die sich aus freien Stücken lieber für eine Teilzeitbeschäftigung statt für eine Vollzeitstelle entscheiden, sollte den Arbeitgebern zu denken geben. Immer mehr Beschäftigte ziehen bewusst mehr Freizeit vor. Es wäre auch im Sinne der Arbeitgeber, dem Trend mit attraktiveren Arbeitsbedingungen entgegenzutreten.