Lippische Landes-Zeitung: Nachrichten aus Lippe, OWL und der Welt

2. Bundesliga

Zu lange in Unterzahl: Rostock kassiert nächste Niederlage

Hansa Rostock kommt dem Abstieg in der 2. Fußball-Bundesliga immer näher. Die Mecklenburger verloren am Samstag mit 0:3 (0:0) beim SC Paderborn und gingen dadurch auch im dritten Anlauf unter dem neuen Trainer Alois Schwartz leer aus. Nach einer Roten Karte für Lukas Scherff (27. Minute) musste der Tabellenvorletzte über eine Stunde lang in Unterzahl agieren. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt zumindest bis zum Sonntag weiterhin vier Punkte.

«Wir waren eigentlich gut im Spiel - bis zur Szene mit Scherff», sagte Schwartz hinterher. Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte am Samstag erst nach langer Verletzungspause sein Startelf-Debüt in diesem Jahr gegeben. Scherff kreuzte als letzter Mann den Weg von Florent Muslija. Der Paderborner ging zu Boden. Schiedsrichter Martin Petersen ließ erst weiterspielen und entschieden sich dann nach Video-Ansicht, Scherff vom Platz zu stellen.

Links zum Thema

Maximilian Mohr (48. Minute), Florent Muslija (78.) und Felix Platte (87.) erzielten danach vor 12.456 Zuschauern die Tore für die Ostwestfalen. Hansa wartet nun schon acht Spiele auf einen Dreier und hat in elf Partien der Rückrunde erst vier Punkte geholt.

«Bis zur Pause haben wir gut verteidigt. Der Rückstand tat dann weh. Paderborn konnte seine Stärken ausspielen und hat das Spiel verdient gewonnen», meinte Schwartz.

Tatsächlich ließ sich seine dezimierte Mannschaft von der harten Platzverweis-Entscheidung des Referees zunächst nicht beeindrucken und stand wie vorher in der Defensive kompakt und sicher. Hansa-Schlussmann Markus Kolke musste in der bis auf den Platzverweis an Höhepunkten äußerst raren ersten Halbzeit kein einziges Mal ernsthaft eingreifen. Kolkes Gegenüber Jannik Huth allerdings auch nicht.

Kurz nach dem Wiederanpfiff musste Rostocks Nummer eins dann chancenlos mitansehen, wie Rohr nach einer sehenswerten Kombination überlegt mit einem Schuss ins untere rechte Eck zur aus den Spielanteilen natürlich verdienten Führung der Hausherren einnetzte.
In der Folge bemühten sich die Gäste engagiert um Schadensbegrenzung. Allerdings nur bis in die Schlussphase hinein. Dann machten Platte und Muslija mit zwei schönen Schüssen die siebte Auswärtspleite der Hanseaten perfekt.

Nächster Gegner im Ostsee-Stadion ist am kommenden Samstag die SpVgg Greuther Fürth. Hoffnung macht den Rostockern, dass die letzten vier Gegner noch die direkten Konkurrenten Jahn Regensburg, SV Sandhausen, 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig sind.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2026
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.