Unwetter haben im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen einen Versicherungsschaden von rund 790 Millionen Euro angerichtet. Im Vergleich der Bundesländer lag NRW damit an der Spitze, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch in Berlin mitteilte. Der Schaden war aber erheblich niedriger als 2021 mit 5,5 Milliarden Euro.
Bundesweit registrierten die Sach- und KfZ-Versicherungen 2022 einen Schaden von rund vier Milliarden Euro durch Extremwetter wie Starkregen, Stürme oder Blitzeinschlag. Ein Jahr zuvor waren es 12,7 Milliarden Euro. «Im Vergleich zu 2021 mit der Flutkatastrophe im Ahrtal und NRW haben wir im letzten Jahr nur etwa ein Drittel der Schadensumme verzeichnet», teilte der Verband mit.
Um Schäden zu reduzieren sind nach Ansicht des GDV Präventionsmaßnahmen notwendig, etwa Bauverbote in hochwassergefährdeten Gebieten und verbindliche Klima-Gefährdungsbeurteilungen bei Baugenehmigungen.