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Theater

«südpol.windstill» gewinnt Dramatikerpreis für Kinderstücke

Für ihr Stück «südpol.windstill» wird die Wiener Autorin Armela Madreiter mit dem Mülheimer Kinderstücke-Preis 2024 ausgezeichnet. Das entschied die Jury des renommierten Theaterpreises am Freitag in Mülheim. Der Preis ist mit 15 000 Euro dotiert.

«südpol.windstill» erzählt für Kinder ab neun Jahren die Geschichte von Ida, die in prekären Verhältnissen mit einer alkoholkranken Mutter aufwächst. Ein imaginärer Freund, Robert Falcon Scott, der Entdecker, hilft ihr, einen differenzierten und dennoch liebevollen Blick auf ihre Mutter zu entwickeln. Das Stück ist beim Jungen Theater Heidelberg uraufgeführt worden.

Die Jurymitglieder lobten die homogene Bildsprache und die große Leichtigkeit, mit der der Text schwere Seiten des Lebens zeige. Das Stück schaffe es, in der zehnjährigen Ida «eine echte Heldin zu schaffen», erklärte die Jury.

Die 1992 geborene Autorin und Dramaturgin Madreiter war in Mülheim erstmals nominiert. Der Wettbewerb um den ebenfalls mit 15 000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikpreis 2024 für Erwachsene läuft noch bis zum 25. Mai.

Der Mülheimer Dramatikpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen in der deutschen Theaterlandschaft. Im Zentrum stehen die Stücktexte, nicht deren Inszenierung. Über die Sieger wird bei öffentlichen Jurysitzungen entschieden.

2023 hatte bei den Erwachsenen die Autorin Caren Jeß mit ihrem Stück «Die Katze Eleonore» gewonnen. Den Kinder-Stückepreis gewann im vergangenen Jahr der Schriftsteller und Dramaturg Roland Schimmelpfennig mit seinem Stück «Das Märchen von der kleinen Meerjungfrau».

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