Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sieht in der geplanten Kürzung des Elterngelds für Bezieher höherer Einkommen einen «schweren Fehler». «Beim Elterngeld zu sparen, schwächt gerade gut ausgebildete Frauen. Sie werden durch die Ampelpläne in neue Abhängigkeiten zum oft besser verdienenden Elternteil gedrängt», sagte Wüst dem «Spiegel». «Ich hoffe sehr, dass die Bundesregierung diesen Fehler korrigiert.» Die Pläne der Bundesregierung seien «ein schwerer Schlag für künftige Eltern und Familien».
Familienministerin Lisa Paus (Grüne) will den Kreis der Elterngeldberechtigten verkleinern, indem die Einkommensgrenzen drastisch gesenkt werden - von derzeit 300.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen auf künftig 150.000 Euro. Auf diese Weise will die Grünen-Politikerin den Sparbeitrag erbringen, der ihr - so wie den anderen Ressorts - für den Bundeshaushalt 2024 von Finanzminister Christian Lindner (FDP) auferlegt wurde.