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Ermittlungen

Überfallserie auf Rasthöfe in NRW: Drei Festnahmen

Nach einer Serie von zehn Raubüberfällen auf Rasthöfe in Nordrhein-Westfalen haben Spezialeinheiten der Polizei im Raum Lüdenscheid drei Verdächtige festgenommen. Sie hätten die Angestellten in den Rast- und Tankanlagen mit Pistolen bedroht und einige auch misshandelt, teilte die Polizei in Soest am Mittwoch mit.

Zwischen Februar und April war es zu Überfällen im Bereich der Städte Gelsenkirchen, Remscheid, Dortmund, Siegen sowie im Märkischen Kreis und im Kreis Soest gekommen. Die Angestellten wurden von den Tätern mit Pistolen bedroht und teilweise gewaltsam auf den Boden gezwungen.

In einem Fall schossen die Räuber mit PTB-Munition. In einem anderen Fall schlug einer der Täter einem Opfer mit einer Pistole ins Gesicht, ein weiteres Opfer wurde gefesselt. Die Räuber flüchteten stets mit einem hochmotorisierten Wagen.

Unter Verdacht stehen zwei 21 und 24 Jahre alte Männer, ein dritter Verdächtiger wurde aufgrund eines schon bestehenden Haftbefehls festgenommen. Ein vierter Verdächtiger, 23 Jahre alt, musste nicht mehr festgenommen werden: Er sitzt bereits wegen eines anderen Delikts in Untersuchungshaft.

Im Zuge der Festnahmen wurden mehrere Wohnungen durchsucht und umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an. Wie die Ermittler den Verdächtigen auf die Schliche kamen, teilten sie nicht mit.

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