Bad Salzuflen. Für Mareen Kempker beginnt die Ruhe vor der Haustür – nur wenige Schritte getrennt von ihrem Alltag als Mutter, Künstlerin und Autorin. Die 38-Jährige wohnt in der Siedlung Elkenbrede, unweit des Waldrands zwischen Gröchteweg und Herforder Stadtgrenze. „Ich wohne hier die Straße runter, und deshalb ist es für mich etwas Besonderes, dass der Wald so nah ist“, sagt sie. Die Mischung aus Natur, Nähe und Bewegung macht diesen Ort zu ihrer persönlichen Lieblingsecke. Wer dorthin möchte, fährt oder geht stadtauswärts über den Gröchteweg in Richtung Herford, bis zum Wanderparkplatz an der Richard-Wagner-Straße. Dort kann man parken, die Straße überqueren – und steht unmittelbar im Wald. Kempker schätzt diese kurze Distanz besonders. „Ich bin hier wirklich sofort zwischen den Bäumen. Das macht es für mich so wertvoll.“ In Sichtweite des Tierparks Der Platz liegt am Rand Bad Salzuflens, nah an Herford und fast in Sichtweite des Tierparks. Der Parkplatz dient auch als Ausweichparkplatz für Besucherinnen und Besucher des Parks. „Man ist mitten im Wald, aber trotzdem noch in Bad Salzuflen“, sagt Kempker. Hier joggt sie oft – oder geht spazieren, um den Kopf freizubekommen. „Ich nutze den Wald für meine kreativen Projekte, um zu planen und zu denken.“ Kempker malt, organisiert Malevents und schreibt Bücher. Im Atelier „Wundervoll“ hat sie vor zwei Jahren begonnen, Kurse zu geben. Jetzt vergrößert sie sich: Gemeinsam mit einer Freundin eröffnet sie in der Wenkenstraße 12 das „Kunstwerk 1576“, ein Atelier- und Kursraum in der Innenstadt.Ihre kreativen Ideen entstehen oft mitten auf dem schattigen Waldweg. „Ich überlege hier, was ich als Nächstes gestalte, welche Kurse ich plane, welche Motive ich male“, erzählt Kempker. „Es ist ein Ort, an dem ich sehr gut denken kann.“ Kempker ist Mutter zweier Kinder, aufgewachsen ist sie in Detmold. Ursprünglich stammt sie aus dem Ruhrgebiet – und weiß daher die Nähe zum Wald besonders zu schätzen. „In Detmold musste ich immer erst ein Stück fahren, um im Wald zu sein. Hier brauche ich nur die Haustür zu öffnen.“ Ziel ist ein Marathon Wenn sie joggt, führen ihre Strecken mal Richtung Obernberg, mal Richtung Loose oder bis nach Herford. „Ich bin 2025 zwei Halbmarathons gelaufen“, sagt sie. Ihr nächstes Ziel: ein Marathon zum 40. Geburtstag. Für solche Trainingswege bietet der Wald endlose Varianten: gut laufbare Pfade, breite Wege, Abzweige in tieferes Gelände. „Man kann so weit laufen, wie man will.“ Mehr Lieblingsecken finden Sie hier Rund um den Parkplatz verlaufen ausgeschilderte Wanderwege. Wer ihnen folgt, kommt über den Obernberg hinüber bis zum Bismarckturm nach Herford oder zurück in Richtung Kurpark. Für Kempker liegt die Schönheit des Ortes jedoch weniger im Aussichtspunkt, sondern im Wald selbst: „Hier stehen richtig große Bäume. Das hat eine besondere Atmosphäre. Zu jeder Jahreszeit ist es schön – vor allem im Herbst und Winter.“ Sie beschreibt keine große Szenerie – keinen Fernblick, keine Bank mit Weite –, sondern einen dichten, tiefen Waldweg. Ein Ort der Bewegung und der Stille zugleich. „Das hier ist mein Platz, um Ruhe zu finden und Ideen zu entwickeln. Dieser Wald ist für mich Inspiration.“ Haben auch Sie eine Lieblingsecke in Bad Salzuflen, die Sie vorstellen möchten? Dann melden Sie sich gern per E-Mail unter skienscherf@lz.de mit dem Betreff „Lieblingsecke“.