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Regionalverband Ruhr

Ruhrparlament entscheidet über Regionalplan: Streit um Kies

Der Regionalverband Ruhr (RVR) entscheidet am Freitag (ab 11 Uhr) über den Regionalplan für die Region mit ihren rund 5,1 Millionen Einwohnern. Hauptstreitpunkt ist dabei der Kies- und Sandabbau am Niederrhein, der von betroffenen Kommunen und dem Kreis Wesel in der geplanten Form abgelehnt wird.

Die Kommunen hatten 2022 bereits erfolgreich gegen einen früheren Planentwurf beim Oberverwaltungsgericht geklagt. Sie sehen unwiederbringlichen Landschaftsverlust. Der überarbeitete Plan mit einem Fünftel weniger Kies-Abbaufläche war vom Planungsausschuss des RVR danach mit großer Mehrheit zur Verabschiedung empfohlen worden. Die Kommunen hielten aber an ihrer Kritik fest, sagte eine Sprecherin des Kreises Wesel.

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Die Verbandsversammlung des RVR mit Kommunalvertretern wird auch als Ruhrparlament bezeichnet. Der Regionalplan war zuvor Anfang Februar öffentlich ausgelegt worden. Er regelt neben dem Rohstoffabbau unter anderem die Planungsgrundlagen für den Ausbau etwa von Wohn- und Gewerbegebieten, Naturschutzräumen und Verkehrsstraßen.

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