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Prozess

Terror-Unterstützung: Viertelmillion Spenden für den IS

Weil sie im Verdacht stehen für die Terrororganisation «Islamischer Staat» Spendengelder gesammelt und nach Syrien geschickt zu haben, stehen ab kommender Woche fünf mutmaßliche IS-Unterstützer vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Die Anklage des Generalbundesanwalts wegen der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung sei zur Hauptverhandlung zugelassen, teilte das Gericht am Dienstag mit. Der Prozess beginnt demnach am 17. April.

Der Generalbundesanwalt werfe den Angeklagten vor, zwischen 2020 und 2022 im Auftrag von zwei IS-Mitgliedern in Syrien über zahlreiche Einzelspenden insgesamt 250.000 Euro eingesammelt und an die Organisation überwiesen zu haben. Das Geld soll demnach unter anderem dafür verwendet worden sein, inhaftierte Angehörige des IS freizukaufen.

Die Männer - drei Deutsche, ein Deutsch-Marokkaner und ein Mann mit kosovarischer Staatsangehörigkeit - waren im Frühjahr 2023 festgenommen worden und befinden sich seither in Untersuchungshaft. Insgesamt waren bei Durchsuchungen am 31. Mai zunächst sieben Männer in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bremen festgenommen worden. Die Verfahren gegen zwei der Beschuldigten wurden aber wegen minderer Bedeutung an die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf abgegeben.

Gegen die übrigen fünf wird nun vor dem Staatsschutzsenat verhandelt. Es sind bislang 18. Verhandlungstage bis Ende Juni geplant.

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