"Wenzel’s Ratsstuben" werden in Augustdorf zur offenen Bühne

Julia Schäbsdau

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Auftritt: Leni singt seit jungen Jahren, begleitet wird sie hier von ihrem Vater. - © Julia Schäbsdau
Auftritt: Leni singt seit jungen Jahren, begleitet wird sie hier von ihrem Vater. (© Julia Schäbsdau)

Augustdorf. Ein wenig aufgeregt ist die zwölfjährige Leni schon. Gleich wird sie zusammen mit ihrem Vater die erste offene Bühne in „Wenzel’s Ratsstuben" eröffnen. Leni am Mikrofon, Vater Andi Ney an der Gitarre. Wie sie sich vor dem Auftritt fühlt, kann Leni zwar nicht richtig in Worte fassen, aber sie weiß: „Es macht mir Spaß, und das ist mir die Aufregung wert."

Die Idee zur offenen Bühne hat Michael Casel aus dem Rheinland mitgebracht. Der Organisator übernimmt auch die Moderation. In Bezug auf Leni und Andi stellt er fest: „Viel aufgeregter als Leni scheint aber ihr Papa Andi zu sein." Der stimmt nickend zu. Aber jetzt gibt es kein Zurück. Wie von Casel angekündigt, verzaubert Schülerin Leni mit ihrer engelsgleichen und warmen Stimme. Zwei Lieder von Sarah Connor trägt das Duo vor. Zudem zwei Titel der Amerikanerin Kina Grannis.

Und wie ist die Stimmung nach dem Auftritt? „Viel entspannter", sagt Andi Ney. Leni geht es ähnlich. Schulprüfungen seien dann doch schlimmer. Die ganz große Bühne müsse es so schnell aber auch nicht sein: „Hier herrscht eine angenehme Atmosphäre, da fühlt man sich wohl", beschreibt die Augustdorferin ihre Erfahrung.

Das Talent ihrer Tochter haben Lenis Eltern schon vor einigen Jahren entdeckt. Vor rund zwei Jahren haben Vater und Tochter angefangen, zusammen Musik zu machen. Als dann Michael Casel mit seiner Idee für eine offene Bühne kam, war Ney sofort begeistert – und Leni schnell an Bord.

An diesem Abend liest Werner Pfeil aus Hövelhof aus seinem Buch „Stimmen im Kopf". Er schreibt in seiner Freizeit regionale Kriminalromane und gewährte Einblicke in die Entstehungsgeschichte seiner Senne-Krimis. Zu guter Letzt ist Casel selbst an der Reihe. Mit seiner Gitarre führt er quer durch die Rockmusik. Klassiker wie „Country roads" und „With or without you" von U2 bringen die Zuhörer zum Klatschen – und sogar zum Mitsingen.

Am Ende des Abends hat Casels Idee schon Fans gewonnen. „Vor allem Leni und Andi haben uns gut gefallen", sagt Georg Schmieder. Auch das nächste Mal seien er und seine Frau gerne wieder dabei. „Wir auch", ruft Nachbarin Anke Kröger.

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