Detmold. Die Downhill-Strecke am Hermannsdenkmal ist in trockenen Tüchern. Erstmals in Deutschland werde es in einem Waldgebiet eine genehmigte Abfahrtsstrecke für diese Outdoor-Sportart geben, freuen sich die lippischen Jusos und die SPD im Landesverband.
Im vergangenen Jahr war den zumeist jugendlichen Downhill-Radfahrern das Nutzen illegaler Pisten am Hermann verboten worden. Die SPD hatte im Herbst die Mehrheit der Verbandsversammlung dafür gewonnen, den Landesverband als Besitzer der Flächen zu beauftragen zu prüfen, unter welchen Bedingungen eine Downhill-Strecke im Waldgebiet unterhalb des Hermanndenkmals realisiert werden kann. Nachdem rechtliche Fragen geklärt waren, musste eine Piste für die Freiluftradfahrer gefunden werden.
„Hier zeigte sich der Landesverband nicht nur offen, sondern fand mit Hilfe des Fachwissens des Leitenden Forstdirektors Ulrich Braun einen geeignete Strecke“, schreiben SPD und Jusos. Ein kleines, aber sehr steiles Stück des Hermannswegs wurde unter Beteiligung des zuständigen Teutoburger-Wald-Vereins umgewidmet, und die Wanderer erhielten einen neuen Abschnitt als Bestandteil des Hermannsweg.
„So konnte der Landesverband beiden Gruppen von Waldbesuchern gerecht werden“, freut sich Andreas Kuhlmann, SPD-Fraktionschef beim Landesverband. Als Partner mit im Boot sei der Verein „Bike Sport Lippe“, der extra eine eigene Abteilung „Downhill“ gegründet hatte und nunmehr als Partner auf Seiten der Radfahrer zur Verfügung stehe. „Nun geschieht das Downhill-Fahren in rechtlich gesicherter Weise und auf einer in aller Hinsicht abgesicherten Strecke“, äußerte sich Andreas Kuhlmann. Julian Hördemann, Vorsitzender der Jusos Detmold, unterstreicht: Mit dem Engagement junger Menschen und der wohlwollenden Unterstützung aller Beteiligter sei eine Lösung gefunden worden, von der jeder profitiere.