Gemeinschaftsschule schafft direkten Draht ins Berufsleben

Wulf Daneyko

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Neue Partner: (von links) Schulleiter Dr. Eike Stiller, Anja Ackermann (Seniorenheim), Julia Hey (Meyra), Lehrerin Dunja Raimann und Jens Strate (Firma Claus Groth). - © Wulf Daneyko
Neue Partner: (von links) Schulleiter Dr. Eike Stiller, Anja Ackermann (Seniorenheim), Julia Hey (Meyra), Lehrerin Dunja Raimann und Jens Strate (Firma Claus Groth). (© Wulf Daneyko)

Kalletal-Hohenhausen. Die Gemeinschaftsschule Kalletal hat ihre Beziehungen in die Wirtschaft gefestigt. „Wir wollen in Sachen Vernetzung mit den Unternehmen voranschreiten und die Qualifizierung der Jugendlichen verbessern", betonte Schulleiter Dr. Eike Stiller. Dafür gibt es drei neue Kooperationspartner aus der Kalletaler Wirtschaft.

Neben Anja Ackermann, Geschäftsführerin des Seniorenheims „Mittendrin im Kalletal", war auch Julia Hey, Personalsachbearbeiterin des Kalldorfer Rollstuhlherstellers Meyra, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung zugegen. Dritter im Bunde war Jens Strate von der Geschäftsführung des benachbarten Kunststofffertigungs- und Werkzeugbaubetriebes Claus Groth.

„Unser Ziel ist es, den Schülern Anschlüsse an die Schulzeit zu vermitteln", erklärte Stiller. Deshalb seien gute Kontakte in die Wirtschaft wichtig für die Schulen. „Ab der achten Klasse gibt es Berufserkundungstage in den Betrieben", berichtet Dunja Raimann, Lehrerin und Abteilungsleiterin für die Jahrgänge 8 bis 10. So könnten die Schüler sich etwa mit einem sozialen Beruf, einem Dienstleister und einen Fertigungsbetrieb vertraut machen. Außerdem absolvieren sie jedes Jahr ein dreiwöchiges Praktikum.

„Es gib aber auch Firmen, die keine Auszubildende finden und sich bei uns melden", weiß Raimann. Nicht selten werden dann auch Praktika angeboten. Häufig ergäben sich aus derartigen Kontakten Ausbildungsverhältnisse. Unterstützt wird dies durch das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss".

„Wir haben jetzt den ersten Abgangsjahrgang. Wir müssen uns als neue Schule erst bewähren", hebt Stiller hervor. Der Übergang von der Schule in den Beruf sei da ein wesentlicher Schritt. „Erst wenn wir unsere Schüler in die Arbeit und ins Leben integrieren können, werden wir als Schule akzeptiert", ist sich Schulleiter Stiller sicher.

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