Pro Bahn fordert mehr Tempo für den Lipperländer

Thomas Reineke

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Der Lipperländer am Bahnhof Lemgo. - © Archivfoto: Freya Köhring
Der Lipperländer am Bahnhof Lemgo. (© Archivfoto: Freya Köhring)

Kreis Lippe. In einem Gespräch mit Landrat Axel Lehmann haben die beiden Vertreter des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Rudi Hüls und Willi Wächter, die Elektrifizierung der Strecke Bielefeld-Lemgo gefordert. Die aktuelle Infrastruktur sei nicht leistungsfähig genug und der Zug für einen pünktlichen Fahrplan zu langsam.

Die aktuelle Geschwindigkeit des Lipperländers müsse sich auf 100 Stundenkilometer erhöhen. „Fahrplanabweichungen und damit verpasste Busanschlüsse sind das tägliche Ärgernis der lippischen Fahrgäste", heißt es in einer Pressemitteilung von Pro Bahn. Bei einem Betrieb mit Elektrotriebwagen und einhergehender kürzerer Fahrzeit wäre sogar die Verlängerung der Strecke von der heutigen Endhaltestelle am Lüttfeld bis zum Schloss Brake denkbar. Das sei für Lemgo attraktiv, sagen Wächter und Hüls.

Auf der Verbindung nach Lemgo, aber auch nach Detmold/Altenbeken verkehrten heute dieselgetriebene Fahrzeuge ohne Rußpartikelfilter. Der Leineweber fahre ab Lage nach Detmold/Altenbeken sogar mit Dieselmotor unter elektrischem Fahrdraht. Laut Pro Bahn ist Dieselruß gesundheitsgefährdend, daher sei dieses Antriebskonzept nicht mehr tragbar.

Jetzt soll die Landesregierung dazu gebracht werden, die Elektrifizierung zu finanzieren. Hierfür sollen heimische Landtagsabgeordnete mit einbezogen werden, um das Projekt bei Verkehrsminister Michael Groschek zu platzieren.

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