Faustdicke Überraschung: Titelverteidiger Post-TSV Detmold ist raus

Sebastian Lucas

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Christoph Rüschenpöhler vom Post TSV setzt sich hier noch durch. - © Sebastian Lucas
Christoph Rüschenpöhler vom Post TSV setzt sich hier noch durch. (© Sebastian Lucas)

Detmold. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Streufeuer und war das Gesprächsthema in den Hallen: Fußball-Bezirksligist Post-TSV Detmold, der in den vergangenen drei Jahren den LZ-Cup gewann, ist schon nach der Vorrunde ausgeschieden. Die Schützlinge von Trainer Ralf Brokmann belegten bei den Lippischen Fußball-Meisterschaften in der Halle Bad Meinberg nur den dritten Platz hinter SV Diestelbruch-M. und B-Ligist RSV Hörste.

Und das, obwohl sich die Postler im ersten Spiel gegen Hörste mit 3:2 behauptet hatten – zumindest sportlich. Denn am Grünen Tisch entschied das Kampfgericht nach Einspruch des RSV, dass die Partie mit 2:0 für den B-Ligisten zu werten sei. Grund: Hinter dem Post-Tor hatten sich zu viele Spieler des Rekord-Hallenchampions befunden. Trainer Ralf Brokmann, dessen Co, Christoph Zimmermann, sowie vier Spieler nahmen auf der Ersatzbank Platz. Daneben hielten sich mit Alexander Felker und Leon Wulf zwei weitere Kicker auf, die auf einem Kasten saßen und nicht zum Einsatz kamen.

Fotostrecke: LZ-Cup Vorrunde: FuL-Kreis Detmold, Halle Bad Meinberg

Erlaubt sind nur fünf, nicht sechs Spieler. Als Beweismittel diente für die Verantwortlichen ein Foto, das der SV Diestelbruch-Mosebeck zur Verfügung stellte. Die Entscheidung trafen Hubertus Färber und Reiner Dobrott vom FuL-Kreis Detmold sowie Lars Niere von Ausrichter TuS Horn-Bad Meinberg. Niere: „Es befanden sich definitiv zu viele Spieler da, entsprechend fiel unser Urteil so aus."

Fotostrecke: LZ-Cup Vorrunde: FuL-Kreis Detmold, Halle Ulmenallee in Blomberg

Im vergangenen Jahr war Ralf Brokmann in Lage mit SuS Pivitsheide bereits durch eine Wertung am Grünen Tisch ausgeschieden. Da hatte der Coach einen Spieler von der Tribüne geholt, der auch zum Einsatz kam. Post-Obmann Michael Grundmann stellte fest: „Erstmals ist beim LZ-Cup wegen so einem Fehler ein Spiel gegen ein Team gewertet worden. Da Alex Felker und Wulf nicht eingriffen, ist der Fall mit Pivitsheide nicht vergleichbar."

Fotostrecke: LZ-Cup Vorrunde: FuL-Kreis Detmold, Halle Werreanger in Lage

2015 war der TSV Horn in Detmold in die Endrunde eingezogen, obwohl sich beim Erfolg gegen TuS Horn-Bad Meinberg im Entscheidungsspiel zu viele Verantwortliche und Spieler hinterm Tor aufhielten. Aus dem Schiedsgericht hieß es damals: „Es gibt keinen klaren Beweis." Norbert Werger aus der Kreisspruchkammer erläuterte zudem allgemein: „Ein Regelverstoß bedeutet nicht unbedingt, dass die Wertung einer Begegnung geändert wird. Der Verstoß muss entscheidend für das Spiel sein." Das war er nicht...

Wie auch immer: Die Postler müssen sich an die eigene Nase fassen, zumal sie die zweite Partie trotz zweimaliger Führung gegen SV Diestelbruch-M. mit 2:3 in den Sand setzten. Das abschließende 12:2 gegen Kachtenhausen-Hepup reichte nur noch zu Rang drei. Dem RSV Hörste genügte ein 2:2 gegen den selben Gegner, um bei der Zwischenrunde am Sonntag, 7. Januar, in der DBB-Halle dabei zu sein. Der SV Diestelbruch-M. setzte sich souverän gegen Kachtenhausen-Helpup (4:0) und RSV Hörste (6:1) durch.

Schon vor Beginn der Spiele hatte Ralf Brokmann angekündigt, dass es am Dienstag eine Mannschaftssitzung gebe. Hintergrund ist das unbefriedigende Abschneiden der bisherigen Saison. Tiefpunkt war bis Sonntag das 2:8 gegen Avenwedde. Nun kommt wohl auch noch das Aus in der LZ-Cup-Vorrunde auf den Tisch.

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