Eurobahn übernimmt Personal der Westfalenbahn

Carolin Nieder-Entgelmeier

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- © Symbolbild (LZ)
Eurobahn (© Symbolbild (LZ))

Bielefeld. Die Eurobahn übernimmt als größter privater Anbieter im nordrhein-westfälischen Schienenpersonennahverkehr mit dem Teutoburger Waldnetz auch 80 Prozent der Mitarbeiter, die von dem Betreiberwechsel betroffen sein werden.

Die Eurobahn, eine Marke des deutsch-französischen Verkehrsdienstleisters Keolis, löst ab dem 10. Dezember die Westfalenbahn und die DB-Tochter Regionalbahn Westfalen auf den fünf Linien des Teutoburger Waldnetzes ab.

„Der Betreiberwechsel betrifft rund 95 Mitarbeiter der Westfalenbahn. Keolis hat sich dazu entschlossen, den Lokführern und Kundenbetreuern Planungssicherheit zu bieten und allen Betroffenen angeboten, sie zu übernehmen", erklärt Keolis-Sprecherin Danica Dorawa. „Rund 80 Prozent der Mitarbeiter bestätigten den Wechsel im Dezember."

Das Teutoburger Waldnetz umfasst 300 Streckenkilometer und die Zuglinien RB 61 „Wiehengebirgs-Bahn" (Bielefeld – Bad Bentheim – Hengelo), RB 66 „Teuto-Bahn" (Münster – Osnabrück), RB 65 „Ems-Bahn" (Münster – Rheine), RB 72 „Ostwestfalen-Bahn" (Herford – Altenbeken-Paderborn) sowie den RE 78 „Porta-Express" (Bielefeld – Minden – Nienburg).

Mit der Erweiterung des Streckennetzes im Dezember 2017 und mit der Übernahme des Betriebes der S-Bahn Rhein-Ruhr im Dezember 2019 wird Keolis Marktanteil, Fahrzeugbestand und Belegschaft verdoppeln. „Dafür wird in Kürze nochmals eine umfangreiche Recruiting-Kampagne gestartet", sagt Dorawa. Denn Eisenbahnverkehrsunternehmen wie Keolis haben seit Langem Probleme, Personal zu finden.

Mit der Vergabe des Teutoburger Waldnetzes an die Eurobahn wächst die Privatisierungsquote in der Region auf 55 Prozent an. Der Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) verwaltet jedes Jahr einen Zugverkehr von 6,1 Millionen Kilometern. Im Jahr 2000 stieg in dieses Geschäft erstmals ein privater Neuling ein, die Eurobahn.

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