Einbruch bei Ursula Haverbeck: Polizei ermittelt

In das Wohnhaus der inhaftierten Holocaust-Leugnerin Haverbeck wurde eingebrochen - genauere Informationen sind noch nicht bekannt

Lena Vanessa Niewald

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Ursula Haverbeck sitzt mittlerweile im geschlossenen Vollzug. - © picture alliance / Paul Zinken
Ursula Haverbeck sitzt mittlerweile im geschlossenen Vollzug. (© picture alliance / Paul Zinken)

Vlotho. Der Wirbel um Ursula Haverbeck nimmt nicht ab. Nachdem die 89-jährige Holocaustleugnerin am vergangenen Montag, 7. Mai, in ihrem Haus in Vlotho festgenommen werden konnte, wurde genau dort jetzt offenbar eingebrochen.

Ein Bild des verwüsteten Hauses samt eingeschlagenen Scheiben war im Internet auf einer rechtspolitischen Seite aufgetaucht. Ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Herford bestätigt den Einbruch auf Nachfrage. Allerdings könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine weiteren Informationen zu dem Vorfall geben. "Es war ein typischer Wohnungseinbruch. Die Polizei hat die Ermittlungen jetzt aufgenommen", so der Sprecher.

Nach der Inhaftierung Haverbecks hatte die Neonazi-Szene am Donnerstag zu Demonstrationen in Bielefeld aufgerufen. Etwa 350 bis 450 rechtsextreme Demonstraten protestierten daraufhin im Bielefelder Ortsteil Quelle gegen die Inhaftierung der 89-Jährigen. Am Queller Bahnhof versammelten sich knapp 600 Gegendemonstranten.  Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften und Ermittlern von Kripo und Staatsschutz vor Ort.

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